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Schweizer Offiziere helfen in Albanien

Schweizer Experten unterstützen die albanischen Behörden nach dem schweren Erdbeben von Ende November in unterschiedlichen Bereichen. Das Team der Rettungskette Schweiz unter Führung des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe ist nach dem Beben vom 26. November nach Albanien gereist. Drei Offiziere der Rettungstruppen der Schweizer Armee sind Teil dieser Hilfe vor Ort.

02.12.2019 | Kommunikation Verteidigung

Valterio rechts

Nach dem schweren Erdbeben in Albanien steht ein Expertenteam der Humanitären Hilfe des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) für die Unterstützung der zivilen Behörden im Einsatz. Das Team ist Ende November ins Katastrophengebiet nach Albanien gereist. Es beurteilt die Lage vor Ort und bereitet weitere Hilfsmassnahmen vor und leitet diese ein. Teil des 15-köpfigen Detachements sind drei Schweizer Offiziere: Oberstleutnant im Generalstab Pirmin Knüsel und Major Fabien Valterio, beides Berufsoffiziere der Rettungstruppen der Schweizer Armee, sowie Hauptmann Christoph Scholl, ein Milizoffizier.

Ihr Einsatz steht im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Armee und dem SKH. Sie unterstützen mit den Spezialisten und Spezialistinnen des SKH-Teams die albanischen Hilfskräfte bei der Suche und Rettung von Verschütteten in der betroffenen Region. Ausserdem überprüfen die Schweizer Fachleute die betroffenen Gebäude auf ihre Baustatik hin und klären weitere humanitäre Bedürfnisse ab. Mit ihrer Unterstützung des Einsatzes im Krisengebiet als Kooperationspartner des SKH beweisen die Angehörigen der Armee einmal mehr, wie wichtig sie für die internationale humanitäre Hilfe sind.

Beben vom 26. November

Das Beben nahe der westalbanischen Hafenstadt Durres hatte sich am frühen Dienstagmorgen, 26. November, ereignet und hatte eine Magnitude von 6.4. Es war das zweite schwere Beben in der Region innert weniger Monate. Bis Donnerstagabend wurden gemäss Medienberichten rund 40 Todesopfer gezählt. Die albanische Regierung hatte sich am Dienstagmittag mit einem offiziellen Hilfegesuch an die Schweiz gewendet. Die Humanitäre Hilfe des SKH hatte zuvor eine Krisenzelle einberufen, um in ständigem Kontakt mit der Botschaft in Tirana die Lage zu beurteilen.