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Erfolg beginnt bei uns – Kaderrapport Heer 2017

«Ein bewegtes Jahr liegt hinter uns, Sie alle haben sich engagiert für die Überführung des Heeres in die WEA-Strukturen eingesetzt! Dafür danke ich Ihnen.» Mit diesen Worten begrüsste der Kdt Heer und designierte Kdt Kommando Ausbildung (Kdo Ausb), KKdt Daniel Baumgartner, am 21. November 2017 in Suhr die Gäste zum Kaderrapport Heer 2017.

21.11.2017 | Kommunikation Verteidigung

Fahnenübergabe – der CdA, KKdt Philippe Rebord (rechts), Kdt Kdo Ausb, KKdt Daniel Baumgartner
Fahnenübergabe – der CdA, KKdt Philippe Rebord (rechts), Kdt Kdo Ausb, KKdt Daniel Baumgartner

Ein besonderes Willkommen galt dem Departementsvorsteher VBS, Bundesrat Guy Parmelin und dessen militärischem Berater, KKdt Dominique Andrey, sowie dem Chef der Armee (CdA), KKdt Philippe Rebord und KKdt Aldo C. Schellenberg, Kdt Luftwaffe und designierter Kdt Kommando Operationen (Kdo Op). Das bewegte Jahr 2017 sei wörtlich und im übertragenen Sinn gemeint, so Baumgartner: Kisten seien gepackt worden, einige Mitarbeiter mussten neue Funktionen beziehen. Das bestehende System weiterführen und das neue bereits implementieren habe in den vergangenen Monaten Kraft gekostet. «Die Menschen im Heer, Sie alle, haben einen massgeblichen Teil zum Erfolg in diesem Jahr beigetragen. Mit Mut, Ausdauer und Begeisterung.

In seinem Rückblick erwähnte der Kommandant beispielhaft einige herausragende Leistungen. Oberst Jürg Liechti, Kdt des Kompetenzzentrums Veterinärdienst und Armeetiere, habe im Fall der Pferde aus Hefenhofen zusammen mit seinen Mitarbeitern unglaubliches Engagement gezeigt. Oder Stabsadj Alec Rouiller vom Kommando Rettungsschule 76, der als Brandbekämpfungsspezialist bei der Bekämpfung der Waldbrände in Portugal und Norditalien dabei war. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der Einsatz in Bondo. «Unsere Gebirgsspezialisten und die Angehörigen des Katastrophenhilfe Bereitschaftsverbandes haben zusammen mit Kameraden aus der Armee ihr Können und ihren Einsatzwillen bewiesen», so KKdt Baumgartner anerkennend. «Jede und jeder, egal ob in Bondo, Portugal oder an einem Weltcup-Skirennen war willens und imstande, das Beste zu geben.» Er habe Vertrauen gehabt in die Kommandanten, so Baumgartner weiter, und dieses Vertrauen sei gerechtfertigt gewesen.

In der nun zu Ende gehenden Ära der Armee XXI habe es seit 2004 viele Höhepunkte gegeben. Aber die Hauptaufgabe, die Ausbildung, habe wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen. «Seit 2004 hat das Heer rund 160'000 Rekruten ausgebildet und es konnten über 10'000 Offiziere gewonnen und befähigt werden.» Es sei viel geleistet worden und dafür bedanke er sich.

In der nachfolgenden Fahnenzeremonie wurden sodann die Grossen Verbände des Heeres überführt und Fahnen abgegeben. Zum Schluss übergab der CdA, KKdt Philipp Rebord, die Fahne des Kommandos Ausbildung an den designierten Kommandanten, KKdt Daniel Baumgartner.

«Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meinen neu Unterstellten, mit der der Höheren Kaderausbildung der Armee, dem Personellen der Armee und mit dem Lehrverband FU», leitete KKdt Baumgartner nach einer kurzen Pause seinen Ausblick ein. «Respekt, Loyalität, Kameradschaft: Das sind unsere Trümpfe, und die müssen wir auch der Miliz gegenüber vorleben», fuhr Baumgartner fort. Das Schwergewicht für 2018 sei klar: Das Ausbildungskonzept erfolgreich umsetzen, das neue Rollenverständnis leben und die Miliz mit in die Verantwortung nehmen. «Sie führen mit Auftragstaktik», so Baumgartner direkt an die Anwesenden gewandt. «Kader auswählen, ausbilden, betreuen, das sind unsere Schlüsselaufgaben.» Oberstes Ziel sei es, alle ans Ziel zu bringen. «Von 30 Rekruten, die ihre RS beginnen, sollen am Ende 30 ausgebildete Soldaten die RS wieder verlassen.»

Als ersten Gastredner begrüsste KKdt Baumgartner den Kommandanten Kdo Op, KKdt Aldo C. Schellenberg auf der Bühne. «Ich freue mich, hier zu sein,» so Schellenberg, «und Ihnen allen persönlich für Ihr Engagement danken zu können. Ihr Beitrag ist richtig und wichtig.» Die Armee sei ein lebendiger Organismus und habe die Aufgabe, sich ständig weiterzuentwickeln, sagte der Kdt Kdo Op mit Blick auf den anstehenden Start der WEA. Die Weiterentwicklung der Streitkräfte soll fähigkeitsorientiert sein, die benötigten Fähigkeiten müssten gestaltet und weiterentwickelt werden. «Wir alle müssen solidarisch, verantwortungsbewusst und aktiv zum Erfolg der WEA beitragen. Denn», so KKdt Schellenberg abschliessend, «nur gemeinsam sind wir erfolgreich!»

Es sei kein Zufall, dass an diesem Kaderrapport zum ersten Mal der C VBS und alle vier Korpskommandanten zusammentreffen würden, sagte der CdA, KKdt Philippe Rebord in seiner Ansprache. Kurz vor der Umsetzung der WEA sei er zuversichtlich, auch der Vertrauensbeweis der Regierung, die sich Anfang November auf eine Erneuerung der Mittel zum Schutz des Luftraums sowie eine Erhöhung des Armeebudgets ab 2021 um 1,4 Prozent geeinigt habe, stimme ihn optimistisch. «Ich spüre den politischen Willen, der WEA eine Chance zu geben», urteilte KKdt Rebord, «und ich weiss, dass ich mich auf Sie alle hier im Raum verlassen kann.» Er sei vom Erfolg überzeugt, so der CdA weiter, «in diesem Sinn, vorwärts!»

«Nostalgie bringt uns nicht weiter», ermahnte der letzte Gastredner, Bundesrat Guy Parmelin, seine Zuhörerinnen und Zuhörer im Hinblick auf WEA-bedingte Veränderungen. In einer Umwelt, die komplexer und gefährlicher scheine als noch vor einigen Jahren sei es wichtig, im Hier und Jetzt auf Effizienz zu setzen. «Wir müssen uns vielen Herausforderungen stellen», erinnerte der Bundesrat, «und gleichzeitig die Kontinuität gewährleisten.» Aber er sei sich sicher, so der Departementsvorsteher, dass das in einer gemeinsamen Anstrengung zu schaffen sei. Denn «unser Ziel ist immer die Freiheit und Sicherheit für unser Land und die Bevölkerung.»

In seinem Schlusswort bedankte sich KKdt Baumgartner nochmals bei allen für die erbrachten Leistungen und nahm die Worte von Bundesrat Parmelin auf: «Sicherheit und Freiheit – das ist die Daseinsberechtigung unserer Armee und die Rechtfertigung für unsere Arbeit!»

Der C VBS, Bundesrat Guy Parmelin, bei seiner Rede in Suhr
Der C VBS, Bundesrat Guy Parmelin, bei seiner Rede in Suhr