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Gemeinsam für die Sicherheit

Für manche Truppen hat der Einsatz am WEF bereits begonnen. Schliesslich wollen die Sicherheitsmassnahmen gut vorbereitet sein. Dafür arbeiten Armee und Kantonspolizei Graubünden eng zusammen.

12.05.2022 | CUMINAIVEL | sf

 

Wer anderthalb Wochen vor Beginn des Weltwirtschaftsforums nach Davos fährt, stellt fest: Die Stadt wird gerade zu einer Sicherheitshochburg. Auch wenn das Treffen erst in einigen Tagen beginnt, prägen schon jetzt die Farben Leuchtorange und Olivgrün das Davoser Stadtbild, zumindest entlang der Strassen. Parkplätze sind zu Lager- und Umschlagplätzen geworden, Kehrplätze sind abgesperrt und Verkehrsrouten umgeleitet. Der Zweck: Neuralgische Infrastruktur sicher machen.

Was es dafür braucht? Einsatzkräfte und sehr viel an Tergittern. Etwa 20 Kilometer davon stellen die Soldaten in diesen Tagen auf. Zuständig dafür ist zum ersten Mal überhaupt die rund 130 AdA starke Kompanie eines Rettungsbataillons aus der Westschweiz. Die westschweizer Truppe führt ihre WK üblicherweise in der Region Genf durch. Weil das WEF in diesem Jahr aufgrund des Corona-Virus in den Sommer verschoben wurde, packt nun aber das Rettungsbataillons in Davos an.


Verschiedene Metiers beteiligt

«Wir sind froh über das warme Wetter und den schönen Ausblick. Das stärkt die Arbeitsmoral. Der Zusammenhalt in der Truppe ist optimal», sagt Oberleutnant Faganello. Ein Blick auf die arbeitenden AdA bestätigt seinen Eindruck: Jeder Handgriff sitzt. Während die Lastwagen der Logistiktruppen mit Absperrmaterial angefahren kommen, kurven unablässig Gabelstapler hin und her, um die eifrigen Soldatenhände mit Nachschub zu versorgen. Ein Verkehrssoldat sorgt dafür, dass die Arbeiten nicht vom Verkehr behindert und effizient vonstattengehen können. Die verschiedenen Truppengattungen greifen bestens ineinander.

Für die Planung ist indes die Kantonspolizei Graubünden zuständig. Die Armee wirkt hier gemäss Subsidiaritätsprinzip entsprechend unterstützend. Das sei enorm wichtig, sagt Curdin Jäger. Er ist Chef Dispo Härtungen bei der Kantonspolizei. «Wir sind einerseits auf die Logistik-Durchdiener angewiesen, andererseits werden wir zusätzlich von rund 60 WK-Soldaten unterstützt.»


Kapo und Armee Hand in Hand

Für die Soldaten des Rettungsbataillons ist die Arbeit am WEF zwar neu, sie haben die ungewohnten Tätigkeiten aber schnell gelernt. «Wir sind gut im Zeitplan», sagt Oblt Faganello. «Die Polizei ist zufrieden mit unserer Arbeit.» Das bestätigt Curdin Jäger. «Die Zusammenarbeit mit der Armee funktioniert bestens. Wir arbeiten Hand in Hand. Jede und jeder ist bereit zu helfen. Wir suchen nicht Probleme, sondern Lösungen.»


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