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Auf Tuchfühlung mit der Armee

Der Zürcher Gesamtregierungsrat war heute einen halben Tag lang auf Truppenbesuch beim Gebirgsschützenbataillon 6. Begrüsst wurden die Behördenvertreter des Göttikantons des «Schälläsächsi», wie das Geb S Bat 6 auch genannt wird, durch Bataillonskommandant Oberstleutnant im Generalstab David Thalmann und Divisionär Willy Brülisauer, der seit 1. Juli 2018 neuer Kommandant der Territorialdivision 4 ist.

04.07.2018 | Ter Div 4

Der Zürcher Gesamtregierungsrat zu Besuch beim Gebirgsschützenbataillon 6. Von links: Regierungsrat Mario Fehr, Ter Div 4-Kommandant Divisionär Willy Brülisauer, Staatsschreiberin Dr. Kathrin Atioli, Major Fuhrer (Kommandant Kompanie 2), Regierungsrat Markus Kägi, Regierungsrätin Carmen Walker Späh, Regierungsratspräsident Dr. Thomas Heiniger, Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner, Regierungsrat Ernst Stocker, Amtschef Oberst im Generalstab Thomas Bär, Regierungsrätin Jacqueline Fehr und Bataillonskommandant Oberstleutnant im Generalstab David Thalmann.

 

Punkt 9.25 Uhr landeten die zwei Helikopter, ein Super Puma und ein Eurocopter der Schweizer Armee, auf der Wiese des Fussballplatzes in der Nähe des Schiessplatzes «Cholloch» oberhalb des Rickenpasses. Es war hoher Besuch, der an diesem Mittwochvormittag im Toggenburg im Kanton St.Gallen vorbeischaute. Unter Führung des Regierungsratspräsidenten Dr. Thomas Heiniger wollte sich der Gesamtregierungsrat des Kantons Zürich – der Kanton Zürich ist der «Göttikanton» des Gebirgsschützenbataillons 6 – einen Eindruck verschaffen, von der täglichen Arbeit, die die Angehörigen der Armee (AdA) leisten.

Die Kompanie 2 des Geb S Bat 6 hatte die Arbeitsplätze bereits bezogen, als der Gesamtregierungsrat vor Ort landete. Erste Zugs-Manöver waren auf dem Schiessplatz «Cholloch» voll im Gang, als die Behördenvertreter nach einer kurzen Einführung durch den neuen Kommandanten der Territorialdivision 4, Divisionär Willy Brülisauer, und durch den Bataillonskommandanten, Oberstleutnant im Generalstab David Thalmann, ins «Feld» gingen.

Hautnah erleben

Das Motto des kurzweiligen Vor- und Nachmittags war klar: Der Gesamtregierungsrat sollte einen möglichst authentischen Eindruck erhalten vom Alltag der Schweizer Armee und von der Art und Weise, wie die Infanterie ihrer Kernaufgabe, der Verteidigung, nachgeht. Während im Hintergrund, ein Tal zurückversetzt, ein Zug gerade ein Gefechtsschiessen im Gelände durchführte, erhielten die Vertreter des Regierungsrates die Gelegenheit, mit einer Waffenschau, die verschiedenen Waffen kennenzulernen, die beim «Schützesächsi» zum Einsatz kommen.

Ins Gelände gefahren wurden die Regierungsratsmitglieder mit Armeefahrzeugen, den gepanzerten Mannschaftstransportfahrzeugen, kurz GMTF. Auf dem Schiessplatz konnten sie dann die 9mm Pistole, das Sturmgewehr 90 (mit seinen unterschiedlichen Aufsätzen), das Scharfschützengewehr, die Panzerfaust und das Minenwerfer-Waffensystem eins zu eins unter die Lupe nehmen. Ausserdem bot sich die Gelegenheit mit den Angehörigen der Armee direkt in Kontakt zu treten – und die Chance wurde intensiv genutzt. Es dauerte nicht lange, da war Regierungsratspräsident Heiniger bereits vertieft in ein Gespräch über das unterschiedliche Schuhwerk, das AdA heute tragen dürfen. Regierungsrat Ernst Stocker schulterte derweil einen Rucksack der modernsten Generation und konnte über das Gewicht nur staunen. Es blieb aber nicht beim Betrachten; den Regierungsratsmitgliedern sollte die Möglichkeit geboten werden, die Armee hautnah zu erleben. Nach einer Selbsterfahrung mit Nachtsichtgerät in dunkler Häuserkampfanlage griff etwa die Hälfte des Regierungsrats zur Waffe und schoss «scharf». Zum Einsatz kamen Panzerfaust, Sturmgewehr 90 mit Scharfschützen-Aufsatz und Sturmgewehr 90 mit Granatenwerfer-Aufsatz.

Abgerundet wurde der fünfstündige Besuch mit der Besichtigung eines Zuggefechtsschiessens und mit einem Vortrag durch Hauptmann Sarah Brunner, die als erste Frau das Kommando einer Infanteriekompanie der Schweizer Armee innehat und als UN-Beobachterin in Mali im Einsatz war.