print preview Zurück zur Übersicht Kommando Operationen

Zu Gast im Führungssimulator

Der Stab der Territorialdivision 4 absolvierte seinen mehrtägigen Stabskurs auf dem Areal der Generalstabsschule in Kriens. Im Rahmen von "FALCO 18" schulten und stärkten die Kader ihre Führungsfähigkeiten. Dies als Vorbereitung für die mehrtägige simulatorgestützte Stabsübung "KEVLAR", die im August 2019 auf Stufe Kommando Operationen durchgeführt werden soll.

27.06.2018 | Ter Div 4

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Der Führungssimulator auf dem Areal der Generalstabschule in Kriens ist das Herzstück eines schweizweit einmaligen Ausbildungszentrums. Die Anlage ermöglicht militärischen Kommandanten und den Stäben der operativen und taktischen Stufe Einsätze mit realistischen Szenarien zu üben, jedoch ohne tatsächlich Kompanien, Bataillone und Verbände mit Armeeangehörigen (AdA) zu verschieben.

Laut Oberst im Generalstab Philipp Bühler, Kommandant des seit 2005 in Kriens angesiedelten Kommandos Führungssimulator, haben in den vergangenen Jahren bereits weit über 30'000 Offiziere am Simulator geübt. Aussergewöhnlich ist, dass im Falle des Stabes der Territorialdivision 4 mit dem Simulator die Führung und Lageverfolgung eines Einsatzes geübt wurde, in Zuge dessen eine ganze Division mit sieben Bataillonen zu bewegen war. Üblicherweise üben in Kriens kleinere Verbände.

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Sattelfeste Führung dank Simulationen

Es mag sich die Frage stellen, warum ein Training mit Simulator sinnvoll ist. Zumal die Feststellung bis heute gültig ist, dass die beste taktische Ausbildung immer noch die Ausbildung im Massstab 1:1 ist. Es hat sich allerdings auch gezeigt: Je schwieriger es wird, Truppenübungen wirklichkeitsnah darzustellen, desto wichtiger wird die theoretisch-taktische Ausbildung. Der Einsatz einer ganzen Division lässt sich durch die Verschiebung echter Truppen nur schwer üben und dennoch müssen die zuständigen höheren Stabsoffiziere solche Einsätze trainieren können, damit sie im Ernstfall in der Lage wären, die Bataillone der Division im Rahmen eines subsidiären Einsatzes zu führen. Für Oberst im Generalstab Philipp Bühler ist klar, dass ein Training im Simulator auch aus Effizienz-, Zeit- und Ressourcengründen Sinn macht. So könnten Stäbe im Aktionsführungsprozess zielgerichteter beübt werden als im Rahmen einer klassischen Stabsrahmen- oder einer Volltruppenübung.

Vier Simulationsdurchgänge

Geleitet wurde die dreitägige Übung "FALCO 18" von Oberst im Generalstab Thomas A. Frey, Stabschef der Ter Div 4. Nach einer ersten Simulationsrunde unter dem Titel «Warm-up», galt es die drei Szenarien «Aufmarsch einer Division», «Stabilisierung und Sicherung des bezogenen Raumes» und «Verteidigung des Raumes» zu üben.

In Anlehnung an einen Satz, den der Kommandant des Führungssimulators, Oberst im Generalstab Philipp Bühler, gesagt hatte – «ein erfolgreiches Orchester ist nicht eine Ansammlung von Solisten, sondern ist geübt im Zusammenspiel» – konstatierte Stabschef Oberst Thomas A. Frey, dass die Stabsoffiziere auf vielversprechendem Weg seien, die richtige Tonlage zu finden. Die grosse Simulationsübung "KEVLAR", mit der das Kommando Operationen im August 2019 die Ter Div 4 beüben wird, kann kommen.

Parallel zu den Simulationsdurchgängen trieben die Stabsmitglieder die Projektarbeit für die Übungen in den Jahren 2019 und 2020 voran. Ausserdem statteten der noch bis Ende Juni verantwortliche Ter Div 4-Kommandant Hans-Peter Kellerhals und sein Nachfolger Brigadier Willy Brülisauer den Stabsoffizieren und ihren FGG einen Besuch ab.