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Viele Abschiede und ein Neuanfang

Vom 24. April bis 12. Mai bestritt das Militärspiel Infanteriebrigade 5 unter Leitung von Oberleutnant Pascal Gruber seinen letzten Wiederholungskurs. Einsätze in der Westschweiz, Saalkonzerte im Aargau sowie mehrere Abschiede prägten diese Zeit.

01.06.2017 | Manuel Nägeli, Mil Spiel Inf Br 5

Spiel Inf Br 5 spielte am Saalkonzert in Baden die Nationalhymne unter der Leitung von Oberleutnant Pascal Gruber

Mit rund 65 Trompetern, Schlagzeugern und Tambouren rückte das Spiel Inf Br 5 am 24. April bei strahlendem Wetter in Bern in den WK ein. Für Sonne geniessen blieb aber keine Zeit; für die Vorbereitung auf die ersten Einsätze war intensive Probenarbeit angesagt. 

Ein Tag am Genfersee

Am Mittwoch standen drei Einsätze in der Westschweiz auf dem Programm. Die musikalische Begleitung der Fahnenzeremonie des Führungsunterstützungsbataillon 2 der Brigade d'infanterie 2 in Villeneuve machte den Anfang. Die schöne Aussicht auf das Schloss Chillon wurde durch den strömenden Regen leider etwas behindert, die musikalische Qualität litt aber nicht darunter. Im Zentrum von Montreux begleitete das Spiel anschliessend die Fahnenzeremonie des Aufklärungsbataillons 2. 

Nach diesen zwei kühlen Einsätzen war das Platzkonzert für den internationalen Jägerkongress im Hotel Palace eine angenehm warme Abwechslung und spätestens nach dem Apéro war das gesamte Spiel wieder aufgewärmt.

«No es Versiönli»

In der zweiten Woche stand die musikalische Arbeit im Zentrum. Einerseits wurde am Konzertprogramm für die dritte Woche gearbeitet und andererseits das Stück für die CD-Aufnahme geprobt. Dieses Jahr wurde mit Theo Fuog der Konzertmarsch Bellavista von Rudolf Wyss aufgenommen; für die Musiker eine Durchhalteübung, da die zahlreichen Durchläufe und Wiederholungen volle Konzentration von ihnen verlangten. 

Konzerte im Aargau

Die Highlights der dritten Woche waren die beiden Saalkonzerte. In Hirschthal und Baden durfte das Spiel vor vollen respektive sehr gut besuchten Rängen spielen. Die musikalische Leitung lag abwechselnd bei Oberleutnant Pascal Gruber und Leutnant David Hirschi, während Wachtmeister Sascha Holliger die Tambouren leitete.

Ende für die Infanteriebrigade 5

Für den Kompaniekommandanten Oberleutnant Pascal Gruber ging am letzten Tag des WK auch seine Dienstzeit in der Schweizer Armee zu Ende. Er darf auf sieben erfolgreiche WK zurückschauen und wird bei seinem Spiel in sehr guter Erinnerung bleiben. Der Kommandant der Schweizer Militärmusik, Oberst Philipp Wagner, würdigte bei der Abschiedsrede am Konzert in Baden die stets angenehme Zusammenarbeit und die professionellen Einsätze unter der Leitung Grubers. 

Gleichzeitig mit dem Kompaniekommandanten findet auch das Spiel Inf Br 5 ein Ende. Die Infanteriebrigade 5 wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee aufgelöst und das Militärspiel der Mechanisierten Brigade 4 zugeteilt. Nächstes Jahr wird also unter neuem Namen aber mit (fast) gleicher Formation musiziert.