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Was lange währt wird endlich gut

Nach einer langen Phase der Variantenprüfung und Planung, fiel letzten August der Startschuss zum Bau der neuen Radio- und Fernsehstudiolandschaft des Kommandos Management-, Informations- und Kommunikationsausbildung (MIKA) in Kriens. Am 3. April 2018, also nur acht Monate später, wurde das Studio eingeweiht. Aufgund des Brands in der General Guisan-Kaserne nun auch mit neuer Technik.

05.04.2018 | Kommunikation HKA

MIKA_Studio_Umbau_4

 

Grund für den Umzug war der Entscheid, dass im Rahmen der WEA das MIKA nicht mehr an zwei Standorten verteilt, sondern zentral  in Luzern am Standort der Zentralschule angesiedelt sein soll. Die Begrenzung auf einen Standort hat den Vorteil, dass dadurch eine einheitliche Führung erreicht wird und Ressourcen sowie Personal für den Support und die Logistik eingespart werden können.

Brand im August 2017

Im August 2017 – kurz vor dem Beginn des Umzugs – brannte die General Guisan-Kaserne. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar rasch bekämpfen, allerdings hat die starke Rauchentwicklung massive giftige Russablagerungen verursacht und damit die Geräte des Kommandos MIKA im Untergeschoss unbenutzbar gemacht. Zu den geplanten Kosten für den Umzug mussten deshalb auch ausserplanmässig Neuanschaffungen getätigt werden. Das Zentrum für elektronische Medien (ZEM) zeigte sich grosszügig und unterstützte das Kommando MIKA in der Wiederbeschaffung der medialen Ausrüstung.

Offizielle Eröffnung

Am 3. April 2018 fand im kleinen Kreis die offizielle Übergabe vom ZEM an die Zentralschule und an das Kommando MIKA statt. Divisionär Daniel Keller, Kommandant HKA, war schon als Kommandant Zentralschule in die Planungsphase des Umzugs involviert und bot jederzeit seine Unterstützung. «Nach einem längeren Hin und Her gelang der Durchbruch für eine verantwortbare Lösung in dem Moment, als alle Beteiligten sich zum gemeinsamen Gespräch vor Ort einfanden. Mit den tatsächlichen Gegebenheiten vor Augen, konnte das zwingend Notwendige herauskristallisiert werden, unter gleichzeitigem Verzicht auf alles Wünschbare.» Und er betont: «Kommunikationsausbildung ist Teil der Führungsausbildung und verdient eine zweckmässige Ausbildungsinfrastruktur. Diese gilt es nun zu nutzen, wobei auch hier im Auge zu behalten ist, dass über Erfolg und Misserfolg in der Ausbildung letztlich nicht allein die Infrastruktur, sondern vor allem die Qualität des Lehrkörpers entscheidet.»

Für Oberst im Generalstab Thomas Keller, ehemaliger Kommandant MIKA, war die Einweihung zugleich ein Abschied aus dem Kommando, da er neu in der Planung des künftigen Kommandos Unterstützung tätig sein wird. «Der Umzug von Bern nach Luzern war nicht ganz einfach. Die Befürchtung war gross, am neuen Standort keine geeignete Infrastruktur mehr zu haben für eine realitätsnahe, professionelle Kommunikationsausbildung. Die jetzt vorhandene Studiolandschaft darf ich als sehr gelungenes Projekt bezeichnen. Sie ermöglicht eine Ausbildungsqualität, die auch hohen Ansprüchen gerecht wird. Für mich als scheidenden Kommandanten ist es natürlich sehr zufriedenstellend, meinem Nachfolger, Oberst im Generalstab Eigenheer, nicht eine Baustelle, sondern eine kleine Perle hinterlassen zu können.»

Ab sofort können die Miliz- und Berufskader in den Räumlichkeiten im Areal der Generalstabsschule in Kriens mit der neuen Infrastruktur realitätsnahe Kommunikations- und Medienausbildungen durchführen. Die Benützung der Räumlichkeiten ist primär für die Zentralschule und die Generalstabsschule vorgesehen, allerdings ist das neue Radio- und Fernsehstudio auch für Organisationseinheiten des VBS bzw. der ganzen Bundesverwaltung zugänglich.