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Erstmals rücken zwei Sportler mit Behinderung in die Spitzensport-RS ein

Mit Elena Kratter (Vorderthal SZ/Leichtathletik) und Fabian Recher (Spiez/Handbike) rücken am 1. November 2021 erstmals zwei Sportler mit Behinderung in die Spitzensport-RS in Magglingen ein. Beide qualifizierten sich für die Paralympics, die am 24. August in Tokio beginnen.

26.08.2021 | Komp Zen Sport A, Kurt Henauer

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Elena Kratter an der EM in Polen

Nachdem bereits vier Athleten mit Behinderung remilitarisiert worden sind, damit sie Spitzensport-WKs leisten können, wird nun erstmals auch die Spitzensport-RS für Sportler mit Behinderung geöffnet. So haben die 25-jährige Schwyzerin Elena Kratter und der 22-jährige Berner Oberländer Fabian Recher nach der Spitzensport-RS auch die Möglichkeit, jährlich bis zu 130 Spitzensport-WK-Tage für Trainings und Wettkämpfe zu absolvieren, die mit Erwerbsersatz und Sold entschädigt werden. Das ermöglicht ihnen ein professionelles Training im Hinblick auf die Paralympics 2024 in Paris.

Medizinische Hürden überwinden

Damit Kratter und Recher überhaupt als diensttauglich erklärt werden konnten, gab es seitens der Armee einige medizinische Hürden zu überwinden und Versicherungsfragen zu lösen. Letztlich hiess es der Oberfeld-Arzt gut und auch administrativ konnte dem Vorhaben positiv zugestimmt werden. «Der Chef der Armee hat gesagt, dass wir eine Armee für alle sind und die Fähigkeiten aller gezielt nutzen», so Oberst im Generalstab Marco Mudry, der in Magglingen das Kompetenzzentrum Sport der Armee führt. «Die Spitzensportförderung der Armee ist ein wichtiger Bestandteil der Spitzensportförderung in der Schweiz», ergänzte Mudry.

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