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Die Schweizer Armee im Jahr 2030

Die Welt verändert sich mit jeder Stunde mehr und schneller. Damit die Armee auch in zehn, zwanzig oder dreissig Jahren noch die letzte Sicherheitsreserve der Schweiz sein kann, muss sie sich laufend vorausschauend weiterentwickeln. Gestützt auf diese Erkenntnis hat die Armeeführung gemeinsam mit den Höheren Stabsoffizieren im Frühjahr 2020 begonnen, eine Vision für das Jahr 2030 zu formulieren. Sie soll als Leuchtturm und die zugehörige Strategie als Leitplanke für jede Entscheidung und jede Handlung dienen.

01.03.2021 | Kommunikation Verteidigung, Anna Muser

Um die Vision 2030 zu veranschaulichen, wurden von zivilen und militärischen Mitarbeitenden sowie Milizdienstleistenden Fotos und Videos erstellt. © freshcom GmbH

Eine Vision ist ein zukünftiger erstrebenswerter Zustand. So die Definition. Erreichen werden wir diesen Zustand durch den Beitrag jeder und jedes Mitarbeitenden und Angehörigen der Armee. Um die Vision greifbar zu machen, wurden sieben Bereiche definiert. Die nachfolgend aufgeführten Ziele beschreiben, welcher Zustand im Jahr 2030 für die einzelnen Bereiche angestrebt wird:

  • Menschen für Sicherheit
  • Klarer, machbarer Auftrag
  • Menschen im Zentrum
  • Leadership unterscheidet uns
  • Den Bedrohungen voraus
  • Digital schlagkräftig
  • Konsequent ausgerichtet

Eine detaillierte Erläuterung dieser sieben Punkte ist auf der Webseite der Armee zu finden oder über vision-armee.ch. Ergänzend gibt es zu jedem Punkt eine Beschreibung des Zustandes, der durch die Umsetzung der Vision erreicht werden soll. Dies wird nicht exakt 2030 der Fall sein, die kommenden zehn Jahre sind aber als grobe zeitliche Zielvorgabe zu verstehen.

Vier strategische Grundsätze geben den breiten Weg zur Vision vor und beschreiben damit das WIE. Sie werden unsere tägliche Arbeit in der Gruppe Verteidigung beeinflussen.

  • Denken und Handeln auf den Einsatz ausrichten
  • Die Miliz befähigen
  • Das Potenzial der Schweiz nutzen
  • Innovation und Digitalisierung fördern und integrieren

Der nächste Schritt besteht nun darin, die vier strategischen Grundsätze in Form von Teilstrategien zu konkretisieren. Wir befinden uns aktuell noch in der Umsetzung der WEA, der Weiterentwicklung der Armee. Die aus der Strategie entstehenden Ziele werden sich ab 2022 konkret auf unsere jeweilige Arbeitssituation beziehen und in den nächsten Jahren unseren Arbeitsinhalt bestimmen. Das tägliche Handeln und Entscheiden in der Gruppe Verteidigung und der Armee wird damit auf unsere Vision ausgerichtet.

Wir alle haben uns einmal dazu entschieden, in unserem Berufsleben einen direkten Beitrag für die Sicherheit der Schweiz zu leisten. Unsere Vision ist deshalb als gemeinsame Ambition formuliert und soll auch so verstanden werden. Sie antizipiert die vielseitigen Veränderungen unserer Umwelt und Arbeitswelt und leitet damit unser tägliches Tun in eine Zukunft, in der unsere Arbeit auch 2030 noch wichtig, relevant und anerkannt ist. 

Korpskommandant Thomas Süssli, Chef der Armee

Um ein gemeinsames Verständnis von Ausdrücken wie «Innovation» oder «Digitalisierung» zu erreichen, sind zentrale Begriffe im Kontext der Vision beschrieben. Bei der täglichen Umsetzung sind alle zum Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten aufgefordert.

Für den Dialog stehen Plattformen bereit und Ihr Feedback ist uns wichtig. Die Meldungen, die unter vision@vtg.admin.ch eingehen, werden in der Armeeführung regelmässig thematisiert. Unsere Vision und Strategie wird uns bei unserer Karriere in der Schweizer Landesverteidigung noch lange begleiten. Das wird uns alle verbinden.