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MitteilungVeröffentlicht am 2. April 2026

Saffira Guinand: vom Spitzenfussball zum Leutnant in der Schweizer Armee

Saffira Guinand ist HR-Spezialistin im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten und hat auf hohem Niveau Fussball gespielt. 2024 entschied sie sich, die Rekrutenschule als Veterinärsoldatin in Sand (BE) zu absolvieren. Dann folgten die Unteroffiziers- und die Offiziersschule. Im Folgenden erfahren Sie mehr über ihren Werdegang, geprägt von anstrengenden Märschen, Kameradschaft und Selbstfindung.

Text: Kommunikation Verteidigung, Anthony Favre

Saffira Guinand arbeitet als HR-Spezialistin im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten. Im Sommer 2024 entscheidet sie sich, die Rekrutenschule im Veterinärzug in Sand (BE) zu absolvieren, weil sie gerne mit Tieren arbeiten will. «Niemand hat mich dazu gedrängt. Es war mein persönlicher Wunsch, Militärdienst zu leisten», erklärt Saffira Guinand. Da sie Verantwortung übernehmen und Einsätze planen will, macht sie weiter: Es folgt die Unteroffiziers-, dann die Offiziersschule. Dank Ausdauer und Disziplin wird die junge Frau Leutnant in der Schweizer Armee.

Der Spitzenfussball als Vorbereitung

Bevor sie zur Armee kam, machte Saffira Guinand bereits Karriere im Spitzenfussball, wo sie bei den Young Boys, bei Yverdon und Thun spielte. Mit der Nationalmannschaft von Burundi, dem Heimatland ihrer Mutter, nahm sie am Afrika-Cup der Frauen teil. Der Sport hat ihr zentrale Eigenschaften vermittelt: Disziplin, Unerbittlichkeit und Ausdauer – wichtige Stärken zur Bewältigung der physischen und mentalen Anforderungen des Militärdiensts.

Die Offiziersschule: eine Schule fürs Leben

Zu den prägendsten Momenten ihrer militärischen Laufbahn gehört ein Marsch, den sie im Frühling 2025 in der Offiziersschule absolvierte. Nach vielen anstrengenden Stunden erscheint ihr ein letzter Aufstieg endlos. «In diesem Moment ist es nicht der Körper, sondern der Kopf, der nicht mehr mitmacht», erinnert sich Saffira Guinand. In solchen Situationen ist die Kameradschaft äusserst wichtig, damit man nicht aufgibt.

In der Offiziersausbildung konnte sie auch einige Dinge fürs Leben lernen: Selbst- und Konfliktmanagement sowie Leadership-Kompetenzen. «Von allen Schulen, die ich bisher besucht habe, hat mich die Offizierschule auf allen Ebenen am meisten gelehrt. Dank ihr habe ich zu mir selbst gefunden und kann mich so geben, wie ich wirklich bin: direkt, ehrlich und entscheidungssicher», erklärt sie.

Nulltoleranz gegenüber Sexismus

Bei einem Frauenanteil von rund 1,6 Prozent ist die Armee noch immer ein weitgehend männlich geprägtes Umfeld. Vor diesem Hintergrund befürchten manche jungen Frauen ein sexistisches Klima und zögern, in der Armee mitzumachen. Saffira Guinand hält diese Bedenken für legitim, doch sollen sie einem nicht im Weg stehen. Sie erinnert daran, dass Sexismus, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art in der Armee nicht toleriert werden. Als Offizierin nimmt sie ihre Vorbildfunktion ernst und ist darauf bedacht, die Armeeangehörigen für dieses Problem zu sensibilisieren.

Ein Beispiel für andere Frauen

Gleichzeitig beobachtet Saffira Guinand, dass gewisse Gespräche den Armeeangehörigen im Beisein von Frauen manchmal leichter fallen, insbesondere wenn es um Emotionen geht: «Es ist schon vorgekommen, dass mir Männer offen von ihren Problemen berichteten. Aus Angst, als sensibel wahrgenommen zu werden, wollten sie nicht mit anderen Männern darüber sprechen.»

Mit ihrem Werdegang und ihrem Einsatz möchte Saffira Guinand zu einem Mentalitätswandel beitragen und andere Frauen ermutigen, eine Karriere in der Schweizer Armee zu erwägen.

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