iTASK-U: Umsetzung der technischen Entflechtung der IT-Leistungen der Armee
Mit iTASK-U (IT der Armee separieren und konzentrieren - Umsetzung) hat die Umsetzung eines zentralen Vorhabens zur Weiterentwicklung der IT der Gruppe Verteidigung begonnen. Das Top-Projekt des VBS und Schlüsselprojekt des Bundes dauert voraussichtlich bis 2032 und setzt den Beschluss des Bundesrats zur Trennung von einsatzkritischen und nicht einsatzkritischen IT-Leistungen um. Ziel ist eine IT-Landschaft, die klarer auf die unterschiedlichen Anforderungen von Einsatz und Verwaltung ausgerichtet ist und die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige IKT-Leistungserbringung der Armee schafft.
1. Klare Trennung der IT-Leistungen
Im Rahmen von iTASK-U werden über 120 bestehende sog. Business-IT-Services (BITS) der Gruppe Verteidigung schrittweise technisch entflochten:
- Einsatzkritische Leistungen werden auf der dafür vorgesehenen Plattform des Kommando Cyber aufgebaut;
- Nicht einsatzkritische Leistungen werden durch das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT nach Möglichkeit mittels vorhandener standardisierter IT-Leistungen bereitgestellt;
- Nicht mehr benötigte IT-Leistungen werden geordnet ausser Dienst gestellt.
Damit sollen bestehende Abhängigkeiten reduziert, Zuständigkeiten klarer geregelt, Skaleneffekte genutzt und die jeweiligen Zielumgebungen auf ihre Aufgaben ausgerichtet werden.
2. Mehr Sicherheit, Standardisierung und Transparenz
Die technische Entflechtung soll mehrere Verbesserungen unterstützen:
- Stärkung der Autonomie einsatzkritischer IT-Leistungen durch deren Konzentration beim Kommando Cyber;
- Verbesserung der Sicherheit durch eine klarere Trennung der IT-Leistungen;
- Standardisierung nicht einsatzkritischer Leistungen;
- Mehr Transparenz bei Leistungserbringung, Betrieb und Kosten.
3. Finanzierung gesichert und jährlich überprüft
Zur Finanzierung von iTASK-U sind für die Laufzeit des Projekts bis 2032 Mittel von rund 100 MCHF vorgesehen. Diese erfolgt über die ordentlichen Finanzierungsprozesse der Gruppe Verteidigung. Die Planung wird jährlich überprüft und entlang des Projektfortschritts angepasst. Das Kostendach des Projekts ist verbindlich und darf nicht überschritten werden.
4. Schrittweise Umsetzung
iTASK-U baut auf den abgeschlossenen Vorarbeiten der Projekte RUVER und iTASK auf. RUVER hat die organisatorische Übernahme von Teilen der ehemaligen Führungsunterstützungsbasis der Armee (FUB) durchgeführt und die Basis zur organisatorischen Entflechtung gelegt. iTASK hat die technische Entflechtung vorbereitet und die dafür notwendigen Grundlagen geschaffen.
Mit iTASK-U hat die technische Entflechtung der bestehenden IT-Leistungen der Gruppe Verteidigung begonnen. Sie erfolgt schrittweise und mittels priorisierten Teilprojekten. Der Meilenstein 50 ist Ende 2029 geplant; die Gesamtplanung reicht bis 2032. Der Fortschritt wird regelmässig überprüft und über die etablierten Projektgremien gesteuert.
5. Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Armeestab, Kommando Cyber, Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) sowie weiteren beteiligten Stellen. Aufgrund der Komplexität der bestehenden IT-Landschaft, der Abhängigkeiten zwischen Systemen und der Anforderungen an Sicherheit, Betrieb und Datenverantwortung ist eine sorgfältige Abstimmung zentral.
