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MitteilungVeröffentlicht am 29. Juni 2026

Hackathon: Fünf Tage innovative und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Der diesjährige KI-Hackathon des Kommando Cyber ist erfolgreich zu Ende gegangen. 21 Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bataillonen Ristl Bat 32, Cy Bat 42, dem Cyberlehrgang, der ICT Warrior Academy, des Milizstabes des Kommando Cyber, von armasuisse W+T sowie ein Gast der Deutschen Bundeswehr nahmen am Hackathon teil. In gemischten Teams arbeiteten sie an realen Use Cases der Schweizer Armee und entwickelten zukunftsgerichtete Lösungen.

Text: Kommunikation Verteidigung, Marco Remund

Im Zentrum des diesjährigen Cyber-Hackathons standen herausfordernde Use Cases aus den Bereichen KI, IT-Support, Zutrittskontrolle, Funkplanung und Sprachmodelle. Die Teams entwickelten erste Prototypen oder trieben Projekte des letztjährigen Hackathons weiter. Die Resultate wurden im Rahmen der Schlusspräsentationen vor einem breiten Publikum demonstriert. Die Resultate zeigen das hohe Innovationspotenzial und sollen in den kommenden Monaten weiter evaluiert werden.

Sechs Challenges, sechs Lösungen

Im Hackathon arbeiteten sechs Teams an sechs Challenges. So entwickelte ein Team einen KI-Chatbot für den IT-Support namens «Cyra». Der Bot bearbeitet Anfragen automatisch, erstellt, falls notwendig, Tickets und lernt laufend dazu. Der Chatbot soll dem IT-Support bei der Bearbeitung von Anfragen helfen und so Ressourcen schonen und die Wartezeit für die Nutzer:innen reduzieren.

Im Bereich der physischen Sicherheit wurde das digitale Zutrittskontrollsystem «MAVE» weiterentwickelt. Zu der Kontrolle mit Badge wurde eine Gesichtserkennung sowie ein Mobile-Ready-Interface implementiert. Das System erfasst Besuchende und zeigt im Ereignisfall sofort, wer sich im Gebäude befindet.

Ein weiteres Team digitalisierte die Funkfrequenzplanung. Mit dem «Frequency Planning Tool» lassen sich Netze nun visuell planen, automatisch verifizieren und das offizielle Excel-Formular wird per Knopfdruck erstellt. So wird aus aufwändiger Frequenzplanung und anschliessender manueller Visualisierung eine einfache Drag-and-Drop Lösung, welche die nötigen Dokumente und Visualisierungen in Minuten erstellen kann.

Das Swiss Military LLM wird bereits seit drei Jahren an den Hackathons weiterentwickelt. Die Herausforderung bei einem Large Language Model (LLM) ist, dass es auch überzeugend klingende, aber falsche Antworten erfinden kann. Im militärischen Kontext, wo Aussagen auf Reglementen und Vorschriften beruhen müssen, stellt dies ein grosses Risiko dar. Deshalb wurde die Lösung so entwickelt, dass sie sich nur auf einprogrammiertes Wissen verlässt. Das Modell durchsucht bei jeder Anfrage gezielt die relevanten Originaldokumente und liefert zusätzlich zur Antwort zuverlässige Quellenangaben.

Dieses Jahr verbesserte das Team gezielt die Suchgenauigkeit der Datenbank «Florako», die aus tausenden Dokumenten besteht. Neu wird nicht mehr nur der Text einer Dokumentenseite erfasst, sondern auch deren visuelle Darstellung sowie eine Zusammenfassung des gesamten Dokuments, die dem System zusätzlichen Kontext liefert.

In der Challenge zum Digital Asset Management (DAM) ging es um die Verwaltung grosser Bildmengen. Künftig soll das DAM die User:innen mit Gamification und einem Belohnungssystem dazu motivieren, hochwertige Bilder mit detaillierten Beschreibungen hochzuladen.

Wissenstransfer als langfristiger Mehrwert

Die Prototypen werden dokumentiert und in den kommenden Monaten weiterentwickelt. Der Hackathon stärkt die Cyber-Community der Schweiz und fördert den Austausch zwischen militärischen und zivilen Fachbereichen.

Das Kommando Cyber bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Partnerorganisationen und Helfer:innen, die zum Erfolg des Hackathons 2026 beigetragen haben.