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MitteilungVeröffentlicht am 27. August 2026

Der Waffenplatz Walenstadt hat mit der Bevölkerung gefeiert

Seit rund 150 Jahren bildet die Armee auf dem Waffenplatz Walenstadt aus. Am Samstag, 22. August, hat das Ausbildungszentrum der Armee (AZA) die Bevölkerung zur Jubiläumsfeier eingeladen. Die Besucherinnen und Besucher erhielten nicht nur einen Einblick in die Ausbildung am AZA, sondern auch in viele weitere Bereiche der Armee.

Text: David Marquis, Kommunikation Verteidigung

Bis ins Jahr 1859 war Walenstadt ein wichtiger Umschlagplatz für Güter. Waren aus Richtung Zürich wurden am Ufer des Walensees von Schiffen auf Fuhrwerke in Richtung Chur umgeladen. Die Eröffnung der Bahnstrecke entlang des Walensees war für die Schiffer und Fuhrleute ein tiefgreifender Einschnitt.

In den Folgejahren wurden die Armee, auf die leerstehenden Schuppen und ungenutzten Umschlagsflächen aufmerksam. Ab den1870er-Jahren siedelte sich die militärische Ausbildung an. Im Jahr 1914 wurde Walenstadt dann zu einem eidgenössischen Waffenplatz und hat seither stetig an Bedeutung gewonnen. Inzwischen ist Walenstadt der Kommandostandort des AZA und ist somit von grosser Bedeutung für die gesamte Armee.

Unterstützung der Bevölkerung

Möglich war dies über all die Jahrzehnte nur, durch die Unterstützung der Bevölkerung. Wie gross das Interesse am Waffenplatz und der Armee sind, zeigte sich am Jubiläumsanlass, an dem Volksfeststimmung herrschte. Oberst im Generalstab Marco Anrig hielt fest: «Viele Stimmen in Walenstadt befürworten ausdrücklich eine starke Armee, wollen aber ernst genommen werden.» Dies verlange, dass sich die Armee stets bemühe, den Lärm auf ein Minimum zu beschränken – ohne dabei den Ausbildungsauftrag zu vernachlässigen.

«Das schöne Wetter ist vorbei»

Korpskommandant Gregor Metzler, Chef Kommando Ausbildung, öffnete den Blick in seiner Ansprache über den Waffenplatz hinaus und sagte in Anbetracht der geopolitischen Lage: «Das schöne Wetter ist vorbei.» Für schlechtes Wetter sei die Schweiz nicht gut vorbereitet. Der Bundesrat habe mit seinen Leitlinien für die Verteidigung nun aber aufgezeigt, wie er den Bedrohungen und Gefahren begegnen will.

Metzler betonte: «Wir müssen eine glaubwürdige Dissuasion aufbauen.» Angesichts dieser Entwicklungen werde der Waffenplatz Walenstadt seine Bedeutung für die Armee behalten: «Die Armee braucht Walenstadt und Walenstadt braucht die Armee. Wir werden sicher noch weitere 150 Jahre bleiben.»

Eine starke Perspektive für Walenstadt

Regierungsrat Christoph Hartmann, Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons St. Gallen, unterstrich die Bedeutung des Waffenplatzes ebenfalls und bekräftigte: «Der Kanton St. Gallen wird sich für eine starke Perspektive für Walenstadt einsetzen.» Das AZA, so Regierungsrat Hartmann, sei als militärische Ausbildungsstätte europaweit führend.

Die Leistungsfähigkeit des AZA und der Schweizer Armee zeigten die Ausstellungen und Vorführungen im Übungsdorf «Äuli». Die Palette reichte vom Diensthund, über Schützenpanzer und Super-Puma bis hin zu Drohnentechnologie und Cyberabwehr. Für die Mitfahrt mit dem Schützenpanzer Piranha war das Interesse so gross, dass die Besucherinnen und Besucher noch bei Veranstaltungsschluss Schlange standen. Selbstverständlich wurde allen Interessierten noch eine Mitfahrt gewährt.