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MitteilungVeröffentlicht am 28. April 2026

Atena Ronchetti: begeisterte Bootsschützin mit Durchhaltewillen

Nach dem Grossvater und dem Vater ist es nun an Atena, Uniform zu tragen. Ihre Familie hat sie nach der griechischen Göttin Athena benannt, der Schutzherrin der Stadt Athen und Göttin der Weisheit und der militärischen Strategie. In der Armee hat ihre Begeisterung für Sport weiter zugenommen, sodass sie nun Sportlehrerin werden möchte. Sie könnte sich vorstellen, in den Genietruppen als Unteroffizierin oder sogar Offizierin weiterzumachen. Sie sieht die Armee als einzigartige Erfahrung und motiviert deshalb andere junge Frauen in ihrem Umfeld dazu, ebenfalls Dienst zu leisten.

Text: Kommunikation Verteidigung, Text von Giorgio Krüsi

Die 22-jährige Tessinerin Atena träumt davon, Sportlehrerin zu werden und eines Tages eine Familie zu gründen und Kinder zu haben. Sie hat eine gymnasiale Matura erlangt und sich dann zum freiwilligen Militärdienst gemeldet. In den Genietruppen wurde sie als Bootsschützin ausgebildet. Aufgrund ihres Interesses und ihrer Begeisterung für die Rolle der Ausbilderin wurde sie für die Unteroffiziersschule vorgeschlagen. Als Wachtmeister ist sie Gruppenführerin in der Motorbootkompanie 10, einer spezialisierten Einheit der Schweizer Armee, die für die Überwachung und Sicherheit auf den Schweizer Grenzseen (z. B. dem Genfersee oder dem Lago Maggiore) zuständig ist. Ihre Einheit, die mit modernen Patrouillenbooten P16 ausgerüstet ist, unterstützt die Grenzwacht und die zivilen Behörden.

Kameradschaft und Disziplin

«Die in der Armee gesammelte Erfahrung hätte ich sonst nirgendwo machen können.» Atena schwärmt von den Fachkenntnissen, die sie im Dienst erworben hat, der Disziplin und der systematischen Arbeitsweise, die sie sich angeeignet hat, dem Zusammengehörigkeitsgefühl, der Teamarbeit und der gegenseitigen Hilfe, dank denen die schwierigsten Augenblicke überwunden werden können. Sie fühle sich respektiert, auch weil sie sich Respekt verschaffe. Atena merkt an, dass ihre Gruppe und sie wortwörtlich im selben Boot sitzen.

An seine Grenzen gehen

Die körperlichen Herausforderungen seien gross und deshalb sei es wichtig, sich darauf vorzubereiten und fit zu sein. «Ich gehe ins Fitnessstudio, ich wandere in den Bergen und ich renne. In der Armee habe ich den Sport noch mehr schätzen gelernt.» Auch in Sachen Sprachkenntnisse, die für das Leben in der Gemeinschaft mit den Kameradinnen und Kameraden unerlässlich sind, habe sie über sich hinauswachsen müssen. Dabei gehe es nicht nur um die Reglemente, von denen es auch eine Übersetzung in der Muttersprache gibt. Atena bereut ihre Entscheidung nicht: «Ans Aufgeben habe ich nie gedacht, denn wenn ich etwas anfange, bringe ich es auch zu Ende.»

Frauen in der Armee

Atena ist nicht der Meinung, dass es Frauen in der Armee besonders schwer haben. In Uniform seien alle gleich, das Geschlecht spiele keine Rolle. Der Militärdienst sei sehr anspruchsvoll und die Männer seien wohl widerstandsfähiger, doch mit einer guten körperlichen und mentalen Vorbereitung sei es zu schaffen. Man muss fit sein und die eigenen Fähigkeiten kennen und einbringen. «Ich musste mich nie aus dem Grund besonders anstrengen, weil ich eine Frau bin, sondern eher, weil meine Muttersprache eine Minderheitssprache ist und ich in meinem Alter nicht immer alles schon wusste.»

Militärische oder zivile Karriere

Für Atena steht die zivile Ausbildung im Vordergrund. Sie möchte studieren gehen und Sportlehrerin werden. Atena schliesst aber auch nicht aus, ihre militärische Karriere fortzusetzen, als Unteroffizierin oder Offizierin oder vielleicht sogar als Berufsmilitär. Sicher ist, dass Atena offen für neue Herausforderungen ist und das Ausbilden als ihre Leidenschaft sieht. Sie träumt auch davon, eine Familie mit Kindern zu haben. Diesbezüglich hofft sie, dass sich das Privat- und das Berufsleben sowie die militärische Karriere immer vereinbaren lassen – im Bewusstsein dessen, dass man in der Armee in Bezug auf Zeit und Ort flexibel sein und gewisse Opfer erbringen muss.

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