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Als Fahrerin im Dienste des Kontingents: "Ich werde mit einer Fülle von Wissen und Erfahrungen in die Schweiz zurückkehren"

Hptfw Giulia Generelli absolviert als Fahrerin des Transportzugs im SWISSCOY Kontingent 47 ihren Einsatz zu Gunsten der Friedensförderung. Im Interview erzählt sie uns von ihrer Tätigkeit in dieser Funktion, wie sie den Einsatz erlebt und welchen Mehrwert sie darin sieht. Hptfw Giulia Generelli absolviert als Fahrerin des Transportzugs im SWISSCOY Kontingent 47 ihren Einsatz zu Gunsten der Friedensförderung. Im Interview erzählt sie uns von ihrer Tätigkeit in dieser Funktion, wie sie den Einsatz erlebt und welchen Mehrwert sie darin sieht.

01.03.2023 | Fachoffizier Cosimo Lupi, Presse- und Informationsoffizier SWISSCOY 47

Hptfw Giulia Generelli absolviert als Fahrerin des Transportzugs im SWISSCOY Kontingent 47 ihren Einsatz zu Gunsten der Friedensförderung.
Hptfw Giulia Generelli absolviert als Fahrerin des Transportzugs im SWISSCOY Kontingent 47 ihren Einsatz zu Gunsten der Friedensförderung.

Giulia, was hat dich dazu bewogen, dich für eine Stelle in der Friedensförderung zu bewerben?

Ich kann hier mein Wissen und meine Erfahrungen im Ausland zugunsten der Friedensförderung erweitern. Das Gesamtpaket hat gut gepasst. Zudem will ich mich als Berufsunteroffizier bewerben. Dafür ist die Erfahrung ein grosser Mehrwert, sei es im militärischen oder kulturellen Bereich. Bei der Schweizer Armee habe ich bereits mehrere Dienstperioden hinter mir: Nach meiner Rekrutenschule als Fahrer schwerer Motorfahrzeuge stieg ich bis zum Hauptfeldweibel auf. Die Rekrutenschule und das Abverdienen habe ich bei den Verkehrs- und Transport Schulen 47 absolviert.

 Was sind die wichtigsten Aufgaben in deiner Funktion?

Als Fahrerin bin ich für den Transport von Material, Fahrzeugen und Personen verantwortlich. Der Transportzug ist Teil der Joint Logistic Support Group (JLSG) der KFOR, entsprechend erfüllen wir auch Transportaufträge im multinationalen Rahmen. Aufgrund meiner Funktion wurde ich mehreren Konvois zugeteilt. Ich hatte das Privileg, viele neue Orte zu sehen und bin durch Länder wie Griechenland, Albanien, Italien und natürlich den Kosovo gereist. Eine der interessantesten, aber auch anspruchsvollsten Herausforderungen ist der monatliche Konvoi. Dies ist eine mehrtägige Reise, bei der wir fast 2000 km zurücklegen und Material und/oder Fahrzeuge von der Schweiz in den Kosovo und zurück transportieren. Neben diesen rein logistischen Leistungen ist der Transportzug ebenfalls ein Teil des Freedom of Movement Detachement (FoMD). Als Fahrer der schweren Motorfahrzeuge leisten wir unseren Beitrag zu Gunsten des KFOR-Auftrages, die Bewegungsfreiheit im Kosovo sicherzustellen.

Welche Herausforderungen kamen bei dieser Friedensförderungsmission auf dich zu?

Die Ausbildung in Stans-Oberdorf war sehr spannend, sowohl in Bezug auf meine Funktion als Fahrer als auch in Bezug auf die einsatzbezogene Ausbildung, die speziell auf den Einsatz im Kosovo ausgerichtet war. Ich konnte eine Reihe von Dingen lernen, die ich bisher in einem militärischen Umfeld noch nicht erlebt hatte. Ein Beispiel dafür sind die sogenannten Rules of Engagement (ROE).

Dieser Einsatz ermöglichte es mir auch, auf schweren Fahrzeugen ausgebildet zu werden, die ich vorher im Bereich Verkehr und Transport noch nicht fahren durfte. Insbesondere konnte ich mich mit dem Lastwagen Iveco Trakker E6 mit Kran vertraut machen, einem Fahrzeug, das normalerweise nur von den Genietruppen genutzt wird und das ich im Rahmen des Einsatzes fahren konnte. Ausserdem konnte ich den Lastwagen Iveco Trakker E6 mit dem Sattelauflieger fahren, wodurch ich meine Erfahrungen beim Fahren und Transportieren verschiedener Materialien erweitern konnte.

Zusammen mit zwei weiteren Tessinern bildest du ein italienischsprachiges Fahrertrio. Was kannst du uns über die Mehrsprachigkeit innerhalb des Kontingents erzählen?

Für mich ist es ein Glück, italienischsprechende Kameraden in der gleichen Funktion zu haben. Vor allem zu Beginn unserer Ausbildung in der Schweiz konnten wir dank der gleichen Sprache die Ausbildungssequenzen und einige durch den Sprachunterschied bedingte Unklarheiten besprechen. Auf diese Weise konnte ich auch meine Deutsch- und Französischkenntnisse verbessern, was mir nicht nur eine bessere Interaktion mit den anderen Kameradinnen und Kameraden des Kontingents ermöglichte, sondern mir auch sicher helfen wird, meine Ziele meiner militärischen Laufbahn zu erreichen.

Was nimmst du als Erfahrung aus dem Einsatz mit nach Hause?

Bis jetzt hat mich meine Erfahrung im Kosovo im sozialen, militärischen und kulturellen Bereich sehr erfüllt. Ein Aspekt, der mir an meinem Einsatz besonders gefällt, ist, dass ich eng mit Militärangehörigen aus vielen Nationen zusammenarbeiten kann, sowohl im Konvoi als auch bei regelmässigen Übungen. Für mich ist es eine enorme Bereicherung, all das erlebt und gesehen zu haben, und ich werde mit einer Fülle von neuem Wissen und Fähigkeiten in die Schweiz zurückkehren.

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