print preview

Zurück zur Übersicht Kommando Operationen


Als G3 AIR in der SWISSCOY: Mitten in der spannenden Welt der Aviatik

Bevor ein Transporthelikopter der Schweizer Luftwaffe im Kosovo für die KFOR abheben darf, müssen verschiedenste Abklärungen getroffen werden. Dafür ist im SWISSCOY-Kontingent 47 Hptm Tom Papaux verantwortlich. Er organisiert jeden Flug und plant diesen bis ins letzte Detail.

15.12.2022 | Wm Iris Probst, stellvertretende Presse- und Informationsoffizierin SWISSCOY 47

Hptm Papaux hat als G3 Air viele verschiedene Aufgaben. In erster Linie ist er für die ganze Administration rund um die Flüge der Schweizer Super Pumas verantwortlich.
Hptm Papaux hat als G3 Air viele verschiedene Aufgaben. In erster Linie ist er für die ganze Administration rund um die Flüge der Schweizer Super Pumas verantwortlich.

Hptm Papaux hat als G3 Air viele verschiedene Aufgaben. In erster Linie ist er für die ganze Administration rund um die Flüge der Schweizer Super Pumas verantwortlich. Ausserdem ist er die Koordinationsstelle zwischen SWISSINT, der Luftwaffe und der KFOR. Er kommuniziert unter anderem auch mit den an den Kosovo angrenzenden Staaten, wenn es darum geht eine diplomatische Genehmigung für einen Ein- bzw. Überflug einzuholen. Täglich steht er in Kontakt mit Angehörigen anderer Nationen und klärt ab, ob die nächsten Flüge möglich sind.

Bei Änderungen bezüglich des Landeplatzes sind zusätzliche Abklärungen nötig. Ausserdem gibt es etwa alle zwei Monate EOD-Flüge. Dabei wird kontrolliert, ob die Helikopter auf Landeplätzen im Gebirge weiterhin sicher landen können. «Dementsprechend arbeite ich mit den Kollegen des EOD-Teams eng zusammen». 

Fürs „Daily Business“ notiert sich Hptm Papaux die Flüge der kommenden Woche auf einer Magnet-Tafel schön säuberlich von Hand. In der Regel geht der Helikopter für Personen- und Materialtransporte zugunsten der Mission in die Luft, manchmal auch im Rahmen von Trainingsflügen für die Piloten der Schweizer Luftwaffe. «Dafür muss ich jeweils eine Bewilligung einholen. Nachdem ich alles abgeklärt habe und auch das Wetter mitspielt, kann ich dann das Okay für den Flug geben».

Das Ziel von Hptm Papaux ist es, Helikopter-Berufspilot zu werden. Darum hat er sich nach der Matura entschieden, seine Rekrutenschule in Payerne bei der Luftwaffe zu absolvieren. Erste Erfahrungen mit dem Super Puma hat er als Zugführer Heli-Wart gemacht. Während seinem ersten WK hat er dann von der SWISSCOY erfahren. «Zuerst habe ich mir überlegt, mich für das LMT zu bewerben. Als ich dann die Funktion des G3 Air entdeckt habe, war es Liebe auf den ersten Blick», schmunzelt er.

Trotz seiner Erfahrungen bei der Luftwaffe, ist der Job als G3 Air eine komplett neue Herausforderung. «Es ist wichtig, dass ich an alles denke und keine Details auslasse. Wenn ich etwas vergesse, hat das Konsequenzen für die Piloten und dann bin ich der Verantwortliche.» Seine grösste Herausforderung ist es, die Bedürfnisse und Erwartungen der verschiedenen Teams um ihn herum zu erfüllen. «Die meisten Piloten haben schon viel Einsatzerfahrung und sind folglich sehr routiniert. Für den „Workflow“ ist es extrem wichtig, dass sich die Vorgehensweise des Lufttransport Detachements und die Arbeitsweise des Kontingents einander anpassen. Das ist gar nicht mal so einfach», sagt Hptm Papaux.

Ein besonderes Highlight für den G3 Air ist die internationale Zusammenarbeit innerhalb der KFOR, insbesondere mit der amerikanischen Luftwaffe, welche eine ganz andere Perspektive auf Auslandseinsätze mitbringt. Da das Schweizer Lufttransport-Detachement an vielen internationalen Trainings teilnimmt, haben sich die Abläufe angeglichen, was die Zusammenarbeit mit anderen KFOR-Nationen reibungsloser macht.

Das Beste an seinem Job ist für Hptm Papaux aber nach wie vor das Fliegen. Während den Trainingsflügen der Piloten darf er gelegentlich als Passagier im Super Puma mitfliegen. «Das macht meine Arbeit umso spezieller und ich habe sehr viel Freude daran.» Der Job als G3 Air sieht Hptm Papaux als eine einmalige Chance für seine Zukunft: «In einer sehr kurzen Zeit habe ich schon ganz viel über die Welt der Aviatik gelernt. Die Arbeit hier ist unglaublich spannend und abwechslungsreich. Ausserdem macht es mir wirklich Freude, wenn die Leute mit den durch mich organisierten Flügen zufrieden sind und unsere Arbeit schätzen».

Jobs in der Friedensförderung


Zurück zur Übersicht Kommando Operationen