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Luftwaffen ABC Teil 2

Weiter geht es mit den Abkürzungen und Fachbegriffen, mit denen sich die Soldaten der Schweizer Luftwaffe auskennen müssen. Im heutigen Cuminaivel Luftwaffen ABC erklären wir die Buchstaben H bis M.

22.01.2018 | ct

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GRENADIERE

Polizeigrenadiere sind mitunter ein zentrales Element zum Schutz von völkerrechtlich geschützten VIP aus aller Welt. Basierend auf einerRisikobeurteilung des Bundessicherheitsdienstes (BSD) und der Kantonspolizeien werden lufttransportierte Delegationen, aber auch terrestrische Verschiebungen von Polizeigrenadieren in Helikoptern der Schweizer Luftwaffe eskortiert.

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HOT-MISSION

Die Schweizer Luftwaffe hat den Auftrag, die Wahrung der Lufthoheit und Sicherheit im Luftraum durch Luftpolizeidienst sicherzustellen. Wird ein Flugzeug in der Luft kontrolliert, gibt es zwei verschiedene Einsatzmöglichkeiten: Live-Missions sind Trainingseinsätze, die häufig auf Staatsluftfahrzeuge durchgeführt werden, welche für den Ein- und Überflug durch die Schweiz eine Diplomatic Clearance besitzen müssen. Hot-Missions sind Einsätze, die stets einen ernsten Grund für eine Intervention mit Kampfflugzeugen voraussetzen. Es handelt sich dabei um Verletzungen von Regelungen betreffend der Sicherheit der Luftfahrt.

 

INTERNIERUNGSFLUGPLATZ

Im Rahmen eines Abfangmanövers wird der fehlbare Pilot durch die Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe zur Landung gezwungen. Der militärisch oder auch zivile Platz, auf dem dann gelandet wird, wird als Internierungsflugplatz bezeichnet.

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JETS DER VIP

Nicht völkerrechtlich geschützten Personen – d.h. Prominenz aus Wirtschaft, Gesellschaft und dem Showbusiness – können mit ihren eigenen oder gemieteten Geschäftsreiseflugzeugen auf dem Militärflugplatz Dübendorf landen. Der Standort entlastet während des WEF den Flughafen Zürich und bietet maximal 40 Jets in der Grösse einer zweistrahligen Gulfstream V Platz. Abgefertigt werden die Flugzeuge vollumfänglich von einem privaten Dienstleister. Bezüglich Sicherheit ist der Militärflugplatz Dübendorf für die besonderen Aufgaben während des WEF gut vorbereitet und ausgerüstet.

 

KONFERENZSCHUTZ

Während des WEF schaut die ganze Welt nach Davos. Störungen aus der Luft sind möglich und die Schweizer Luftwaffe muss die Sicherheit durch permanenten Luftpolizeidienst im eingeschränkten Luftraum und mit allen anderen Sensoren und Effektoren rund um die Uhr gewährleisten. Dies auch in enger Zusammenarbeit mit der österreichischen Luftwaffe.

 

LUFTLAGEBILD

Sämtliche Sensoren des Luftwaffen-Sensorverbunds tragen zum Luftlagebild, auch Recognized Air Picture (RAP) genannt, bei und verdichten dieses auf den Konsolen der Mitarbeitenden in der Einsatzzentrale Luftverteidigung. Diese haben somit stets den gesamten Überblick über alle Einsatzmittel in der Luft und am Boden. Daten vom allwettertauglichen Taktischen Fliegerradar (TAFLIR), Meldungen von verschiedensten Nachrichtenposten sowie das Fliegerabwehr-Dispositiv ergänzen die Übermittlungen der Kampfjets die den Luftraum mittels Combat Air Patrol sichern.

 

METEO-BRIEFING (IN DER OPERATIONSZENTRALE)

Im Briefing um 07.00 Uhr, geführt vom Senior Duty Officer (SDO), erfolgt das Meteo-Briefing für den jeweiligen Einsatztag mit sämtlichen relevanten Wetter-Informationen. Wichtig sind Prognosen in den Tälern für die VIP-Transporte nach Davos. Unter anderem sind Angaben zu Vereisung während dieser Jahreszeit insbesondere für Helikopter-, aber auch Jetpiloten von Bedeutung. Kurz darauf, um 07.10 Uhr, folgt dann der Flugdienstrapport, in dem zusätzlich die Vertreter der verschiedenen im Einsatz stehenden Aussenstandorte bzw. Flugplätze deren aktuellen Meteo-Bedingungen und Platzzustände melden.