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Vier Gründe, wieso eine Flab Stellung ziemlich cool ist.

Die Fliegerabwehr Flab trägt zur Sicherung des Luftraums über dem WEF in Davos bei. Nach einem Besuch auf der Stellung stellt Cuminaivel fest: Das Leben dort stellt zwar hohe Anforderungen, ist aber irgendwie auch cool.

22.01.2018 | mf

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Leutnant Kevin Doninelli, Chef Feuereinheit.

 
  1. «Cool» ist eine Stellung im wahrsten Sinne des Wortes. Minustemperaturen sind fast der Normalfall. Die Truppe baut aber beheizte Zelte, Iglus und schützt Arbeitsplätze so gut es geht mit Holzverschlägen. Dazu gibt es auf den Posten häufig Ablösungen: «Keiner sollte mehr als 20 Minuten in der Kälte stehen», sagt der Chef einer der Feuereinheiten, Leutnant Kevin Doninelli.
  2. Auf der Stellung gibt es wegen der Kälte besondere Tenues: Die Wachmannschaften beispielsweise tragen einen sogenannten Lamm-Mantel. Dies ist ein fellbesetzter, heller Mantel, in dem die Wachsoldaten ein bisschen wie Eisbären oder Yetis verkleidet aussehen. Zusätzlich stehen den Soldaten Schuhe mit dicken Holzsohlen zur Verfügung: altbewährt und wirklich gut!
  3. Gegessen wird aus der Gamelle, die Mahlzeiten werden angeliefert. Und wer glaubt, dass die Truppe bei -10 Grad im Feld schläft: Nein, so ist es nun auch wieder nicht, geschlafen wird rückwärtig. Es gibt einen 24-Stunden-Betrieb mit zwei Schichten, die sich auf der Stellung ablösen. Dieser dauert genau eine Woche, also dann, wenn in Davos die grosse Konferenz der Mächtigen stattfindet.
  4. Die Truppe ist mehrsprachig: Auf den Flab-Stellungen leisten AdA aus der Deutschschweiz, dem Tessin und der Romandie ihren Dienst. «Flab» heisst auf französisch und italienisch übrigens «DCA»: „Défense contre avions“ oder «Difesa Contraerea». Wieder etwas gelernt!