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Militärhunde müssen fürs WEF ihre Fähigkeiten beweisen

Während des WEFs wird die Infanterie bei Zutrittskontrollen oder bei der Überwachung von militärischem Gelände von Hunden unterstützt. Damit diese ans WEF können, müssen sie die Einsatzprüfung bestehen.

19.01.2018 | mr

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Es ist einer jener Tage, an denen das Wetter verrücktspielt. Das Sturmtief «Evi» hat den Kanton Graubünden erreicht und bringt den ganzen Tag Schneefall mit sich. Was die einen abschreckt, spielt für all jene Soldaten keine Rolle, die Teil der Hundeführerkompanie 13/5 sind. Bevor es an den Einsatz am WEF geht, müssen die Hunde an diesem garstigen Tag die Einsatzprüfung bestehen.

 

Wir begleiten an diesem Nachmittag Wachtmeister Aebi, der seit sechs Jahren mit seinem Hund Faro von Hängelen City im Einsatz für die Kompanie ist. Aebi ist ein erfahrener Hundeführer, der bereits vor Faro mit einem anderen Hund im Einsatz für die Armee war. Trotz der vielen Erfahrung liegt eine gewisse Spannung in der Luft. Die erste Aufgabe des Prüfungsparcours muss bestanden werden, sonst gibt es keinen Einsatz am WEF.

 

Es wird geprüft, ob Faro auf Schüsse reagiert, also schussgleichgültig ist. Trotz anfänglicher Nervosität schafft Faro diese Aufgabe und kann weitergehen.

Auf dem Weg zum nächsten Parcoursposten erklärt uns der Departementschef Oberleutnant Ottiger, dass es viel Vertrauen zwischen dem Hundeführer und dem Hund braucht. «Nur wenn beide als perfektes Team agieren, ist ein Einsatz am WEF möglich», so Ottiger. Da die Hunde dieser Kompanie als Unterstützung der Infanterie eingesetzt werden, begleitet nun ein bewaffneter Infanterist die zwei bei den kommenden Aufgaben des Parcours. Gemeinsam schreiten sie über die verschneite Wiese und überprüfen, ob sich unberechtigte Personen auf dem Areal aufhalten. Faro scannt die Umgebung genaustens ab, bis er mit lautem Gebell Alarm gibt. Eine streitsüchtige Person hält sich auf dem Gelände auf. Als der Zivilist angreift, reagiert Aebi sofort und gibt den Befehl zum Angriff. Nach einem heftigen Biss durch Faro in den Oberschenkel sinkt der Zivilist zu Boden und wird festgenommen. Auch diese Aufgabe bestehen Aebi und Faro. Und nun ist auch die Nervosität weg. Bei den weiteren Aufgaben beeindrucken die zwei als Team und schliessen die Einsatzprüfung mit einem sehr guten Ergebnis ab. «Faro hat die Aufgaben wirklich gut gemeistert. Ich bin zufrieden mit seiner Leistung», sagt Aebi nach der letzten Aufgabe. Und dies war auch die letzte Einsatzprüfung für das Team. Nach diesem Einsatz am WEF ist die militärische Karriere der beiden beendet. Bis dahin gibt es aber am WEF noch einiges zu tun.