Zurück zur Übersicht CUMINAIVEL

Letztes WEF für Soldat Sciaroni

Er läuft für den HC Davos und für die Nationalmannschaft auf, aber er ist auch ein Soldat der Schweizer Armee. 90 Kilogramm auf 182 cm Grösse; Gregory Sciaroni hat einige Schlachten auf dem Eis bestritten. Aber wie steht er zum World Economic Forum? Cuminaivel hat ihn in Davos getroffen und einige Fragen gestellt.

19.01.2018 | ph

_HCD_Sciaroni4
Soldat Gregory Sciaroni trägt seit 2009 das Trikot des HC Davos. (ph)

 

Er hat schon viele WEF miterlebt, genau neun an der Zahl. Nachdem er 2009 das Tessin verlassen hatte und zum HCD gestossen war, setzt sich Gregory Sciaroni im Januar jährlich mit dem Grossanlass in Graubünden auseinander. Das bevorstehende WEF wird für den Eishockey-Stürmer und Soldaten der Schweizer Armee das Letzte sein, da er ab nächster Saison für die Bären in Bern auflaufen wird. Aber wie hat der Eishockeyprofi in all diesen Jahren das WEF erlebt? Wie ein Gegner auf dem Spielfeld oder eher als Kamerad in der Truppe? Um diese Fragen beantworten zu können, haben wir Sciaroni nach dem morgentlichen Training kurz vor dem Spiel gegen Fribourg-Gottéron getroffen.

 

«Die Sicherheitskontrollen haben von Jahr zu Jahr deutlich zugenommen», erzählt er uns im Restaurant gleich neben dem Eishockeystadion. «Aber das ist ja auch verständlich, da das Risiko für mögliche Gefahren deutlich gewachsen ist. In diesem Jahr scheint mir die Situation aufgrund der starken Schneefälle in den letzten Tagen zudem etwas chaotisch», ergänzt der Flügelspieler. Darum antwortet er auf die Frage, ob er in Bern das WEF vermissen würde, folgendermassen: «Wenn du für eine Verschiebung von der einen Seite des Dorfes zur Anderen eine halbe Stunde im Stau stehst, dann ist es schwierig von Vermissen zu sprechen.»

 

Im Gespräch mit Sciaroni erfahren wir zudem, dass wenige Meter vor seinem Zuhause der Helikopterlandeplatz für die Polizei und der Armee eingerichtet ist. «Für meine Töchter ist das wunderschön, denn sie können stundenlang die abhebenden und landenden Helikopter bewundern, ausser wenn sie schlafen sollten», lächelt er. Trotzdem versteht der 28-Jährige die Dynamik der Armee. «Mein Militärdienst ist noch nicht beendet. Ich muss noch einige Wiederholungskurse leisten, jedoch glücklicherweise in Magglingen im Kompetenzzentrum Sport während meiner Sommervorbereitung.» In den nächsten Tagen belegen die Sanitätssoldaten einige Umkleidekabinen der Vaillant Arena. Wer weiss, ob Soldat Sciaroni nicht doch noch auf die Idee kommt, eine andere Türe zu öffnen.