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Militärdiensttauglichkeit ist 2023 leicht gesunken

Im Jahr 2023 wurden in den sechs Rekrutierungszentren der Schweizer Armee total 35'700 Stellungspflichtige abschliessend beurteilt. 25'199 von ihnen sind tauglich für den Militärdienst und 3'250 für den Zivilschutz. Die Militärdienst- und Zivilschutztauglichkeit beträgt damit 79,7%. Die Armee konnte 542 Frauen für den Militärdienst gewinnen.

22.02.2024 | Kommunikation Verteidigung, David Marquis

Stellungspflichtiger beim Standweitsprung.
Die Schweizer Armee hat 2023 die Militärdiensttauglichkeit von 35'700 Stellungspflichtigen beurteilt. ©VBS/DDPS, André Scheidegger

2023 erhielten insgesamt 35'700 (100%) Stellungspflichtige einen definitiven Entscheid. Dabei wurden 25'199 (70,6%) als militärdiensttauglich, 3'250 (9,1%) als schutzdiensttauglich und 7'251 (20,3 %) als medizinisch untauglich beurteilt. Weitere 1'941 Stellungspflichtige wurden aus verschiedenen Gründen zurückgestellt.

Die Militärdiensttauglichkeit ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht zurückgegangen und liegt 2023 bei 70,6%. Über die Kantone betrachtet, schwankt diese zwischen 62,8% und 80,4%. Die Tauglichkeit für den Dienst im Zivilschutz hat sich mit 9.1% im schweizerischen Durchschnitt gegenüber letztem Jahr um 0,3% erhöht.

Bei den Frauen steigt die Tauglichkeit

Die Anzahl Zulassungen von Frauen zur Armee ist weiterhin hoch. Im Jahr 2023 wurden 620 Frauen für den Militärdienst beurteilt und 542 einer Funktion in der Armee zugeteilt. Die Tauglichkeit für den Militärdienst liegt bei den Frauen bei 87,4 %, was einem Anstieg von 1,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ferner wurden 57 Frauen dem Zivilschutz, auch für Einsätze in Care Teams der Kantone, zugeteilt. Zusätzlich zu den genannten 542 Frauen konnten 21 für den Rotkreuzdienst rekrutiert und 101 für den Friedensfördernden Einsatz empfohlen werden.

439 Risikoerklärungen erlassen

Im Jahr 2023 wurden im Rahmen der Personensicherheitsprüfung sämtlicher Stellungspflichtiger 439 Risikoerklärungen erlassen. Mit der Durchführung von Personensicherheitsprüfungen anlässlich der Rekrutierung will die Armee verhindern, dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellen, eine Armeewaffe erhalten.

Wenn jemand aus medizinischen Gründen keinen Militär- oder Schutzdienst leisten kann, so kann dies rein körperliche, rein psychische oder gemischte Ursachen haben. Bei den körperlichen Ursachen stehen Probleme im Bereich des Bewegungsapparates im Vordergrund. Im psychischen Bereich sind wiederholte oder chronische psychische Erkrankungen, fehlende Stressresistenz sowie Substanzkonsum mit Folgen auf die Alltagsfunktionalität häufige Gründe.


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