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Potenziale aus den eigenen Reihen nutzen

Eidgenössisches Personalamt porträtiert Future Corner als beispielhaft. Für die Kampagne «Arbeitswelt in Bewegung» hat das EPA im Rahmen der Berichte aus den Ämtern einen Beitrag zum Future Corner der Armee publiziert.

10.06.2022 | Info Pers

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©Mediathek VBS

Die Armee soll auch nach 2030 als letzte Sicherheitsreserve der Schweiz bestehen. Deshalb ist die Vision klar: Die Armee muss laufend antizipieren, damit sie auch in Zukunft die Sicherheit für Land und Einwohnerinnen und Einwohner gewährleisten kann – und zwar bei einer Bedrohung ebenso wie bei Katastrophen. «Wir wollen auch in Zukunft relevant für unser Land und anerkannt in unserem Tun sein» so Adrian Rüegsegger, Stabschef Projekt langfristige Entwicklung Gruppe Verteidigung und Armee. Um das gemeinsame Ziel der Vision zu erreichen, wurden sieben Visionsbereiche, vier Grundsätze und 21 strategische Initiativen definiert. Aus der Erkenntnis, dass die Umsetzung dieser Initiativen eine breite Unterstützung braucht, entstand das Projekt «Future Corner». Wie sieht dieses genau aus und was hat es mit der Arbeitswelt in Bewegung zu tun?

Veränderung lebt vom Engagement der Mitarbeitenden

Als anfangs 2022 die 21 Initiativen lanciert wurden, war schnell klar, dass eine verantwortliche Person pro Initiative nicht reicht, um diese erfolgreich voranzutreiben. Es brauchte mehr Unterstützung. Die innovative Idee der Gruppe Verteidigung: anhand von Nebenjobs verborgene Potenziale in den eigenen Reihen nutzen. Bei «Future Corner» können sich interessierte Mitarbeitende für interne Nebenjobs bewerben und die Zukunft der der Armee und der Gruppe Verteidigung mitgestalten. Die Pensen reichen von wenigen Stunden bis hin zu 40% pro Woche. Grössere Pensen werden oft auf mehrere Mitarbeitende aufgeteilt, denn die Arbeit erfolgt grundsätzlich «on top» zum aktuellen Job. Natürlich immer in Absprache mit den Linienvorgesetzten.

«Die Nebenjobs machen uns zu einem attraktiveren Arbeitgeber»

Adrian Rüegsegger, Stabschef Projekt langfristige Entwicklung Gruppe Verteidigung und Armee

Neues ausprobieren heisst auch Hürden überwinden

Der Bewerbungsprozess für die Nebenjobs ist einfach. Sobald ein online Bewerbungsformular ausgefüllt wird, wird dieses direkt an die Verantwortlichen der einzelnen Initiativen weitergeleitet. Diese entscheiden selbst, wen sie zur Unterstützung anstellen wollen – ganz ohne Personaldienst und Linienvorgesetze. Bei einer hierarchisch organisierten Verwaltungseinheit, wie der Gruppe Verteidigung erforderte dies ein Umdenken. Denn für die Nebenjobs gibt es weder einen schriftlichen Vertrag noch eine Sonderregelung zur Übernahme der Kosten. Alles erfolgt nach individueller Absprache. «Diese neue Offenheit und das Vertrauen ins Projekt müssen erst etabliert werden», erklärt Rüegsegger. Unterstützung dafür kommt aus der obersten Führungsetage, den Mitgliedern der Armeeführung. Für Rüegsegger eine wichtige Voraussetzung, um den nötigen Kulturwandel anzustossen.

Aktuell sind die Nebenjobs noch auf Mitarbeitende der Gruppe Verteidigung beschränkt. Rüegsegger schliesst aber nicht aus, dass bei einem erfolgreichen Projektverlauf einzelne Nebenjobs auch für andere Mitarbeitende des VBS ausgeschrieben werden. Bereits in den ersten 48 Stunden nach der Publikation der Angebote haben sich über 40 Personen beworben. Erste Initiativen arbeiten bereits in neuer Zusammensetzung. Rüegsegger freut sich sehr über das grosse Interesse am Projekt: «Es zeigt, dass wir sehr viele motivierte, engagierte Mitarbeitende haben, die die Zukunft der Armee mitgestalten wollen». Das Beispiel «Future Corner» beweist, dass Arbeitswelt in Bewegung mehr bedeutet als flexibles Arbeiten, Desksharing und Homeoffice. Nämlich auch Mut zu haben, Neues auszuprobieren.


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