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Eine Auffrischungsimpfung für die Gesundheit

Die Erhaltung der Gesundheit der Truppe ist ein zentrales Anliegen der Schweizer Armee. Um in der Lage zu sein, ihre Aufgaben zu erfüllen, muss die Armee jederzeit auf gesunde Männer und Frauen zählen können. In diesem Sinne bietet sie den Angehörigen der Armee auf Wunsch die Möglichkeit, sich im Rahmen ihres Militärdienstes impfen zu lassen.

06.08.2019 | Kommunikation Verteidigung, Timothée Delapierre

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Die Armee nimmt das Risiko einer Epidemie ernst und bietet ihren zukünftigen Soldaten bei der Rekrutierung Impfungen an. (Foto © ZEM / Matthias Bill)

Obwohl die Bedrohungen für die Schweizer Armee unterschiedlicher Natur und oft unberechenbar sind, kann sie in einem bestimmten Bereich Vorbereitungen treffen, um ihre täglichen Aufgaben erfüllen zu können: die Prävention von Epidemien. Der militärische Alltag und das damit verbundene Gemeinschaftsleben machen es notwendig, geeignete Massnahmen zu ergreifen, um alle fit zu halten.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) arbeitet jedes Jahr den Schweizerischen Impfplan aus, der Richtlinien für die Impfung in der Schweiz enthält. Es gibt vier Kategorien von Impfempfehlungen: empfohlene Basisimpfungen, empfohlene ergänzende Impfungen, für Risikogruppen empfohlene Impfungen und Impfungen ohne Anwendungsempfehlung. Basierend auf diesem Plan bietet die Schweizer Armee den Angehörigen der Armee an, ihre Impfungen zum Zeitpunkt der Rekrutierung oder zu Beginn der Rekrutenschule zu vervollständigen. Indem sie hilft, Impflücken zu schliessen, trägt sie auch zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit bei.

Freiwillige Impfung

Seit mehr als zehn Jahren erfolgt die Impfung in der Schweizer Armee auf freiwilliger Basis. Somit besteht keine Impfpflicht. Es ist wichtig, die Wehrpflichtigen und Rekruten korrekt darüber zu informieren, dass Impfungen gegen bestimmte Krankheiten besonders wichtig sind. Bei Übungen im Freien ist man zum Beispiel den Zecken stärker ausgesetzt. Gemäss Divisionär Andreas Stettbacher, Oberfeldarzt der Armee, «wird eine vollständige Impfung gegen Zeckenenzephalitis daher dringend empfohlen. Bei kleineren Verletzungen ist auch ein gültiger Tetanusschutz unerlässlich. Da aufgrund der geringen Platzverhältnisse der Kaserne das Risiko einer bakteriellen Meningitis besteht, wird die Impfung gegen Meningokokken allen Rekruten empfohlen.»

Der Verzicht auf eine Impfung kann in einigen Fällen Auswirkungen auf die Einteilung haben. So muss beispielsweise das Personal der Sanitätstruppe über einen aktuellen Schutz vor Hepatitis B verfügen. Auch für Durchdiener in Bereitschaftsverbänden können Impfungen verlangt werden. Möchte die/der Angehörige der Armee nicht impfen, kann sie/er den Dienst fortsetzen, aber in einer anderen Funktion oder Einteilung.

Bei Fragen, insbesondere über mögliche Nebenwirkungen eines bestimmten Impfstoffs, haben die Angehörigen der Armee immer die Möglichkeit, den Arzt zu kontaktieren. Die Sanität dokumentiert alles, was mit Impfungen zusammenhängt: Empfehlungen, Verabreichungen und Ablehnungen. Die Erfahrung zeigt, dass der Anteil der Angehörigen der Armee, die vollständig auf Impfungen verzichten, nach wie vor relativ gering ist.

 

Eine komfortablere Lösung

Um sich vor Risiken zu schützen, besteht für alle Angehörigen der Armee die Möglichkeit, sich im militärischen oder zivilen Rahmen impfen zu lassen. Einige bevorzugen die logistischen Vorteile der Impfung in der Armee: sie müssen keine Abwesenheit von der Arbeit organisieren und keinen Termin dafür vereinbaren. Andere ziehen es hingegen vor, sich vor Dienstantritt bei ihrem Hausarzt impfen zu lassen. In beiden Fällen gehen die Kosten nicht zu Lasten der Angehörigen der Armee. Die Grundversicherung der Krankenkasse erstattet die vom BAG empfohlenen Impfungen. Die Schweizer Armee ihrerseits, übernimmt die Kosten für die an Wehrpflichtige und Rekruten verabreichten Impfungen.

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