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Ein Treffen der Generationen an der Jubiläumsfeier der Grenadiere und Fallschirmaufklärer

Fast 4000 Personen haben am 9. Juni dem Tag der offenen Tür in Isone beigewohnt. Gefeiert wurden gleich zwei Jubiläen: 75 Jahre Grenadiertruppe und 50 Jahre Fallschirmaufklärer. Der Anlass war nicht zuletzt eine gute Gelegenheit für einen Austausch unter ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Grenadieren und Fallschirmaufklärern. Zu sehen gab es Demonstrationen von Ortskampf, auch mit Helikoptereinsatz, sowie Ausstellungen – unter anderem von historischen und zeitgenössischen Uniformen.

12.06.2018 | Kommunikation Verteidigung

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Vielleicht ist dieser kleine begeisterte Besucher der Grenadier von morgen.

 

Sommerlich schön war es im Tal von Isone an jenem Tag, 9. Juni. Das Dorf und die Kaserne von Isone waren festlich geschmückt. Die Fahnen der 26 Kantone wehten im Wind. Statisten trugen Uniformen aus dem Zweiten Weltkrieg und solche aus den 1980er-Jahren. Neben aktuellen Uniformen war auch die mögliche militärische Ausrüstung der Zukunft zu sehen. Ausbildner, Berufsmilitärs und Milizler führten die Zuschauer stolz durch die verschiedenen Posten des Jubiläumsanlasses. Sie erinnerten an das Gestern, vor allem aber setzten sie sich mit den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft auseinander.

Unter den rund 4000 Besucherinnen und Besuchern waren viele Freunde der Grenadiere und Fallschirmaufklärer. Die meisten nahmen an einer der insgesamt drei organisierten Programme teil. Wer den ganzen Rundgang absolvieren wollte, musste eine rund acht Kilometer lange Strecke zwischen den fünf Standorten der Darbietungen bewältigen. Es gab Ortskampfübungen zu sehen, einen Angriff, wie sie die Grenadiere in den 1970er- und 1980er-Jahren durchgeführt hatten, Gefechte mittels Simulatoren, Absprünge vollständig ausgerüsteter Fallschirmaufklärer aus Pilatus PC-6-Flugzeugen sowie eine Darbietung eines Super Puma-Helikopters.

Die Besucher erhielten die Möglichkeit, auf Tuchfühlung mit den Spezialkräften der Schweizer Armee von gestern, heute und morgen zu gehen. Als besonderes Highlight bekamen sie anlässlich einer Ausstellung einen Einblick in die Ausrüstung des Armee-Aufklärungsdetachements AAD 10, der Spezialeinheit, welche einen 24-Stunden-Dienst mit spezialisierten Berufs-Offizieren und Berufs-Unteroffizieren aufrechterhält. Auch das kleine Museum der Kaserne war eröffnet und zeigte neben der historischen Dauerausstellung über die Grenadiere bisher unveröffentlichte Bilder des Bundesarchivs aus ihrer Anfangszeit. Hinzu kamen Ausstellungen von Partnern wie des Kommandos SWISSINT, der Logistikbasis der Armee, von SPHAIR sowie externen Partnern wie der Polizei, der Grenzwacht, der Rega und der RUAG.

Der stolze Schulkommandant und Projektleiter des Jubiläums, Oberst im Generalstab Nicola Guerini, zeigte sich nach dem durchwegs gelungenen Anlass überzeugt: Wenn er das Jubiläum noch einmal organisieren müsste, würde er es wieder genau gleich machen. Und mit ein bisschen Glück macht die Sonne auch dieses Mal wieder mit.

Link zum 3600-Video: Doppeljubiläum beim Kommando Spezialkräfte