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Fünf Stockwerke und über 70 Zimmer. Die Reinigungsequipe hat einiges zu tun

Sie arbeitet dann, wenn die Soldaten bei der Erfüllung der Aufträge sind. Die Reinigungsequipe in der grössten Armeeunterkunft während des WEFs reinigt täglich 5 Stockwerke und über 70 Zimmer. Was für WK Soldaten normal ist, ist für Durchdiener gewöhnungsbedürftig.

25.01.2018 | mr

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(ph)

 

Es sind die mühsamen Aufgaben, die man in einer Wohnung zu machen hat. Das Putzen der Dusche, des WCs oder der Küche gehört wahrscheinlich zu jenen Beschäftigungen in unserem Alltag, welche die wenigsten gerne machen. Nicht umsonst braucht es beispielsweise in einer WG einen «Ämtliplan», damit die verkalkte WC-Schüssel doch auch mal sauber ist. Nicht einfacher wird es dann, wenn man für etliche Soldaten putzen muss.

 

Wir treffen die Reinigungsequipe, welche für die Sauberkeit in der grössten Armeeunterkunft während des WEFs verantwortlich ist. Bei einem Rundgang wird schnell klar, dass hier viel Einsatz dieser Equipe gefordert wird. Rund 70 Zimmer, etliche Duschen und WCs müssen täglich gereinigt werden. «Wir treffen uns morgens kurz vor sieben und verteilen uns auf fünf Etagen. Während gut zwei Stunden leeren wir Abfalleimer, putzen die Duschen, die WCs und reinigen den Boden. Wegen des vielen Schneefalls schaufeln wir auch täglich den Schnee vor der Unterkunft weg», erzählt Soldat Schindler, der zivil als Eventmanager in einem Nobelhotel arbeitet. Soldat Meyer, der zusammen mit Schindler die Reinigungsequipe führt, ergänzt: «Zwei kleinere Touren durch die Armeeunterkunft machen wir mittags und abends». Auf die Fragen angesprochen, ob es ihnen nichts ausmacht, für alle Soldaten dieser Unterkunft zu putzen, antwortet Meyer: «Nein, mir persönlich macht das nichts aus. Ich mache das während meiner WKs schon seit einigen Jahren. Mir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn ich ein WC putzen muss.» Etwas anders klingt die Antwort des Durchdieners Soldat Reinhard, der nur während des WEFs zur Reinigungsequipe gehört: «Ich bin normalerweise im Transport eingeteilt, daher war es anfänglich schon eine ziemliche Umstellung für mich. Mittlerweilen habe ich mich aber daran gewöhnt. Zudem ist es wahrscheinlich etwas anderes, in dieser schönen Armeeunterkunft als in einer Kaserne zu putzen». Lachend ergänzt Soldat Meyer: «Anfänglich mussten wir die Durchdiener schon etwas an die kurze Leine nehmen. In der Zwischenzeit haben wir uns alle aber gut eingespielt».

 

Von den anderen Soldaten in der Unterkunft gäbe es so gut wie keine Feedbacks auf die Arbeit der Reinigungsequipe. Laut Soldat Schindler sei es für die meisten selbstverständlich, dass die Duschen und WCs täglich saubergemacht werden. «Es wäre schon nett, wenn die Soldaten etwas mehr Rücksicht nehmen würden. Vor allem die Reinigung der Duschen ist teilweise schon sehr unangenehm», ergänzt Soldat Meyer. Trotzdem, die Reinigungsequipe erfüllt ihre Aufgabe in dieser grossen Armeeunterkunft gerne. Und die anderen Soldaten sind dankbar, wenn sie nach einem Tag im Einsatz in der Kälte auf saubere Zimmer, geputzte Duschen und WCs stossen.