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Bergspezialisten erstellen Lawinenprofil

Die Bergspezialisten der Armee unterstützen das Schweizerische Lawinenforschungsinstitut SLF bei ihrer täglichen Arbeit. Für die Analyse der Schneeschichten brauchen sie Fingerspitzengefühl.

25.01.2018 | mr

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(jw)

 

Die Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee sind zurzeit wegen des vielen Schneefalls stark gefordert. Nebst der Bergrettung gehört zu ihrem Aufgabenbereich auch das Erstellen von Lawinenprofilen. Und die Soldaten haben zurzeit viel zu tun. In den Schweizer Bergdörfern hat es in den letzten Tagen so viel geschneit wie schon lange nicht mehr. Die Meldungen über gesperrte Bahnstrecken, nicht befahrbare Strassen und eingeschneite Feriendomizile wie Zermatt dominieren zurzeit die Newsportale. Mit dem vielen Neuschnee steigt auch die Gefahr für Lawinenniedergänge in den Schweizer Alpen stark an. In Davos ist beispielsweise die Lawinengefahr momentan «gross», was der zweithöchsten Gefahrenstufe entspricht, schreibt das Schweizerische Lawinenforschungsinstitut SLF. Um ein solches Lawinenbulletin zu erstellen, greift das SLF auf verschiedene Quellen zurück. So gibt es in der Schweiz über 200 Messstationen, die meteorologische Daten zu den Schneedecken liefern. Die wichtigsten Erkenntnisse kommen allerdings nicht von solchen Stationen, sondern von den Experten, welche die Schneeschichten genau analysieren.

 

Zu diesen Experten gehören nebst Physikern des SLF eben auch die Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee. Obwohl die Armee im Jahr 1945 die Verantwortung für die Lawinenbeobachtung an das SLF abgegeben hat, bildet sie nach wie vor Lawinenspezialisten für die Unterstützung des SLF aus. «Meistens startet der Tag bei uns gegen 6 Uhr. Nachdem wir die Tourenskier angeschnallt haben, geht es in die Schneehänge, um die Sicherheit der Schneedecken zu prüfen. Zweimal pro Tag geben wir eine Beurteilung über die aktuelle Lage ab», erzählt Hauptmann Paschina. Damit ein Lawinenprofil erstellt werden kann, müssen die Soldaten ein Loch schaufeln, um die verschiedenen Schneeschichten genau analysieren zu können. «Unter anderem wird die Konsistenz und auch die Temperatur des Schnees gemessen. Und die Gebirgsspezialisten nehmen den Schnee wortwörtlich unter die Lupe, um so die Schneekristalle zu analysieren. All diese Daten geben Auskunft über das Schneeprofil», so Oberstleutnant Nyffeler. Obwohl man heute mit vielen Daten gute Momentaufnahmen machen kann, bleibt das Risiko einer Lawine bestehen. Vollständig kontrollieren lässt sich der Schnee bis heute nicht. 

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