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Filmteams über die Schultern geschaut

Die Armee führte vor WEF-Beginn eine Übung auf dem Flugplatz Lago durch. Zwei Filmteams dokumentierten für SPHAIR, wie das Szenario Personenschutz beübt wurde. Zentral war die VIP-Übergabe vom Heli auf Fahrzeuge. Die Kantonspolizei Graubünden unterstützte den Dreh. Ein Cuminaivel-Redakteur erzählt.

24.01.2018 | ms

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Die Rotoren des Helikopters stehen, momentan kein Abwind.

 

Das Wetter bereitete uns ein wenig Sorgen. Bei den Aufnahmen ist immerhin ein Helikopter beteiligt und dieser muss fliegen. Kurzum, wenn er wegen des Wetters nicht fliegen kann, wird's schwierig mit dem Dreh. Denn: Ohne Helikopter kein geeignetes Filmsujet.

 

Information aus erster Hand

Mein Kollege und ich liessen uns im Tower informieren ob etwas über den Status des Helikopters bekannt ist. Denn wenn der Helikopter schon mal in der Luft ist, wird die Übung wohl auch stattfinden. Eine gute Nachricht: Er ist schon in der Luft und auf dem Weg nach Davos. Somit steht dem Dreh für SPHAIR, einer Institution, die junge Schweizer Nachwuchspiloten und Fallschirmaufklärer finden möchte, nichts mehr im Wege.

Downwash hin oder her, die Aufnahmen gehen vor.

 

Sind die Konvoifahrzeuge wirklich Serie?

Bis zum Eintreffen des Helikopters schauen wir uns die Konvoifahrzeuge kurz an und sprechen ein wenig mit den Fahrern. Für mich sind es ganz normale Autos ohne sichtbar besondere Eigenschaften. Ob das wirklich so ist, darauf gibt mir der Personenschützer keinen Hinweis. Diskretion geht vor!

 

Trotz Schlechtwetter im Anflug

Unüberhörbar werden wir akustisch auf einen Helikopter aufmerksam, welcher sich vom Wolfgangpass her nähert. Und dann sehen wir ihn schon. Es wird auf Sicht gelandet. Doch von «Sicht» kann hier kaum die Rede sein. So viel aufgewirbelter Schnee nimmt zumindest uns am Boden die Sicht. Beeindruckend, wie der Pilot unter diesen Bedingungen sicher landet.

 

Unterstützung durch Personenschützer

Kurz darauf fährt der Konvoi der Kantonspolizei Graubünden auf dem Flugfeld vor. Er begibt sich nun in Stellung und wartet. Während der Konvoi wartet, hebt der Helikopter einige Male ab und landet wieder. Das Drehbuch verlangt diese Szene. Und bis diese im Kasten ist, braucht es dann doch noch einiges.

 

Aufnahmen im Abwind des Helikopters

Mein Kollege und ich schiessen fleissig Fotos während neben uns gefilmt wird. Der Abwind des Helikopters, Kenner nennen dies Downwash, macht nicht nur mir zu schaffen. Lieber wäre ich in diesem Moment in einem der Konvoifahrzeuge, aber der Artikel geht vor. Nach einigen Landungen begleitet eine Eskorte eine Person, die VIP, vom Helikopter zum Konvoi und schon fährt dieser auch los. Insgesamt verlief es reibungslos. Der Konvoi der Kantonspolizei Graubünden mag unspektakulär aussehen, jedoch hat sich gezeigt, dass die Schnittstelle zwischen Militär und Polizei funktioniert. Das Filmteam hat den Dreh mit Unterstützung der Polizei im Kasten und auch die Kameraleute werden wohl froh sein, wenn sie diesen «stürmischen» Ort verlassen können.