Anknüpfen an die ausgezeichnete zweite Saisonhälfte, das Ziel von ZM Gfr Nadja Kälin
Die 24-jährige Bündnerin Nadja Kälin hat eine sehr erfolgreiche Langlauf-Saison hinter sich. Im Februar holte sie ihren ersten Weltcup-Sieg, an den Weltmeisterschaften im März fuhr sie viermal in die Top 10. Bei den Military World Winter Games in Luzern siegte sie über 10km Einzel und im Team Sprint der Frauen, zusammen mit Giuliana Werro. Die Zeitmilitär-Spitzensportlerin setzte im Sommer alles daran, um in der kommenden Saison an diese Erfolge anknüpfen zu können.
Wie verlief deine Vorbereitung im Sommer?
Meine Vorbereitung im Sommer verlief trotz einer leichten Überbelastung im Fuss sehr zufriedenstellend. Ich musste mein Training zwar etwas anpassen, konnte aber weiterhin stets in guter Qualität trainieren.
Was umfasst dein Sommertraining?
Das Langlauf-Sommertraining ist sehr abwechslungsreich. Wir verbringen viel Zeit draussen – zu Fuss, auf dem Velo oder mit den Rollskis – und auch Krafttraining kommt nicht zu kurz. Die Wochenstunden variieren je nach Intensität der Einheiten; meist trainiere ich zwischen 20 und 27 Stunden pro Woche. Meistens trainiere ich in Davos, am Nationalen Leistungszentrum. Etwa einmal im Monat findet ein Trainingslager statt. Dieses Jahr waren wir zum Schneekilometer-Sammeln auf dem Gletscher in Les Diablerets, haben eine hervorragende Rollskibahn in Oberstdorf (Deutschland) genutzt und haben am Blink Festival in Norwegen teilgenommen, wo wir zu internationalen Rollski-Wettkämpfen eingeladen wurden.
Was fasziniert dich an deiner Sportart?
Am Langlaufen fasziniert mich die Balance aus Technik, Kondition und Natur.
Welches sind deine Ziele für diesen Winter?
Das grosse Ziel für diese Saison sind die Olympischen Winterspiele in Italien. Ich möchte an meine Leistungen aus der zweiten Saisonhälfte anknüpfen und zum richtigen Zeitpunkt in Topform sein. Daneben hoffe ich, auch bei den beiden Heim-Weltcups in Davos und im Goms starke Wettkämpfe zeigen zu können.
Was bedeutet es für dich, als Zeitmilitär Spitzensportler bei der Schweizer Armee angestellt zu sein?
Als Zeitmilitär Spitzensportlerin bei der Schweizer Armee angestellt zu sein ist für mich ein Privileg und eine grosse Ehre. Die Unterstützung der Schweizer Armee ermöglicht es mir, mich zu 100 Prozent auf den Spitzensport zu fokussieren.





