Ausbildungs- und Trainingsflüge

Flugbetriebszeiten für Ausbildungs- und Trainingsflüge

In der Regel finden Ausbildungs- und Trainingsflüge zu folgenden Zeiten statt: Montag bis Freitag von 08.00 - 12.00 Uhr und von 13.30 - 17.00 Uhr.
Von Oktober bis März ist zudem der Montagabend von 18.00 Uhr bis maximal 22.00 Uhr für Nachtflüge reserviert. Bei schlechten Wetterbedingungen wird auf den Dienstagabend ausgewichen.  

Überschallflüge und Überschallknall

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Überschallflüge sind sehr anspruchsvoll, weil die körperliche Belastung für den Piloten immens ist und die Reaktionszeit abnimmt. Sie erfordern deshalb ein regelmässiges Training.

Grundsätzlich gilt, dass die Schweizer Luftwaffe restriktive Vorgaben für Überschallflüge erlässt und einhält. Die Zahl der Überschallflüge wird auf einem absoluten Minimum gehalten – rund 300 pro Jahr.

Insbesondere werden Überschallflüge in den Monaten Juli und August, aus Rücksicht auf den Tourismus, vermieden. Zudem sind sie bei grosser Lawinengefahr untersagt. Weiter finden sie, aus Rücksicht auf die Bevölkerung, in der Regel nicht über dem Mittelland und auf einer Minimalhöhe von 10'000 Metern über Meer statt. Dies bedeutet, dass Überschallflüge auf die Trainingsgebiete im Luftraum über den Alpen verteilt werden. Dabei wird Wert auf eine «ausgewogene» Lärmverteilung gelegt. Zu beachten ist allerdings, dass ein einzelner Überschallflug - physikalisch bedingt - einen Lärmkegel hinter sich herzieht, welcher bis zu 35 km links und rechts des eigentlichen Flugweges hörbar sein kann.

Nachtflüge über der Schweiz

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In den Wintermonaten finden auf allen Militärflugplätzen der Schweizer Armee wöchentlich Nachtflüge statt. Von Oktober bis März ist der Montagabend von 18.00 Uhr bis maximal 22.00 Uhr für Nachtflüge reserviert. Bei schlechten Wetterbedingungen wird auf den Dienstagabend ausgewichen.

Nachteinsätze werden je nach Einsatz, Ausbildung oder Training mit Jets, Turboprop-Maschinen, Helikoptern oder mit Drohnen durchgeführt. Dabei fliegen Helikopter auch in geringer Höhe.

Finden Nachtflüge nach 22.00 Uhr statt, handelt es sich in der Regel um sogenannte SAR-Einsätze (Search and Rescue, resp. Suchen und Retten). Diese Einsätze dienen primär der Personensuche und werden auf Antrag der Polizei ausgelöst. Auch Einsätze der REGA können nachts stattfinden (hier ist die Luftwaffe nicht involviert).

Personensuche

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Die Personensuche SAR (Search and Rescue, resp. Suchen und Retten) gehört zu den Aufgaben, welche die Luftwaffe nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht zu erfüllen hat. Zur Sicherstellung dieser Einsatzbereitschaft werden die entsprechenden Trainings- und Ausbildungsflüge ab dn Flugplätzen Alpnach, Dübendorf und Payerne durhgeführt.

Einsätze können jederzeit und während 24 Stunden / 365 Tagen angeordnet werden.

Tiefflug

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Tiefflüge sind hauptsächlich für das Training der Fliegerabwehr notwendig. Auch bei schlechter Witterung sind die Piloten oft gezwungen, tiefer als üblich zu fliegen. Da Tiefflieger meist überraschend auftauchen, können sie Menschen und Tiere gleichermassen erschrecken.

Luft-Boden Schiesstraining

Der Fliegerschiessplatz Forel ist von Oktober bis Ende Mai offen und kann in diesem Zeitraum, je nach Wetterbedingungen kann das Training aber auch auf anderen Schiessplätzen stattfinden. Die Luft-Boden-Schiessübungen mit Kampfjets der Typen F-5 Tiger und F/A-18 Hornet finden in Forel aber vor allem im Zeitraum von Mitte März bis Ende April statt. In Forel trainieren die Piloten das Luft-Boden-Schiessen unter realen Bedingungen. Für die Übungen werden fixe und bewegliche Ziele auf dem See positioniert.

Der Schiessplatz Forel existiert seit den 1930er-Jahren. Er gehört zu den drei letzten Fliegerschiessplätzen in der Schweiz, welche die Luftwaffe zum Trainieren des Luft-Boden-Schiessens nutzt. Während Forel in den 1960er-Jahren an mehr als 150 Tagen im Jahr benutzt wurde, zählte man in den letzten Jahren nur noch zwischen sieben und 18 Übungstage jährlich.