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Ausbau des Luftpolizeidiensts bedingt auch mehr Training

Seit dem 1. Januar 2019 ist die Luftwaffe an 365 Tagen im Jahr zwischen 6 und 22 Uhr einsatzbereit. Um diese ausgeweitete Einsatzbereitschaft garantieren zu können, sind unter anderem auch mehr Nachtflugtrainings notwendig. Mit dieser Ausweitung hat die Armee einen weiteren Schritt des Auftrags aus dem Parlament umgesetzt und wird bis Ende 2020 die 24-Stunden-Bereitschaft im Luftpolizeidienst erreichen.

09.01.2019 | Kommunikation Verteidigung

FA-18 Cockpit
Auch im Simulator können sich die Piloten auf Nachtflüge vorbereiten. Sie ersetzen die Livebedingungen jedoch nicht.

245 Live Missions (stichprobenartige Überprüfen von Staatsluftfahrzeugen mit einer «Diplomatic Clearance») und 16 Hot Missions (Luftpolizeieinsätze auf Luftfahrzeuge, die entweder die Lufthoheit verletzen, die Luftverkehrsregeln missachten oder sich in einem Notfall befinden) hat die Schweizer Luftwaffe 2018 durchgeführt. Seit dem 1. Januar 2019 hat die Luftwaffe ihre Bereitschaft für den Luftpolizeidienst 24 (LP24) ausgeweitet, neu können solche Einsätze an 365 Tagen im Jahr jeweils zwischen 6 und 22 Uhr erfolgen.

Bis Ende 2018 bestand die Bereitschaft zu solchen Einsätzen zwar auch schon 365 Tage im Jahr, aber nur von 8 bis 18 Uhr standen permanent zwei bewaffnete Flugzeuge bereit. Die Ausweitung dieses Zeitfensters in die Nachtstunden hinein hat zur Folge, dass nun rund 90% des Flugverkehrs über der Schweiz abgedeckt werden können. Dieser weitere Schritt auf dem Weg zur Umsetzung eines parlamentarischen Vorstosses hat auch zur Folge, dass die dafür eingesetzten Piloten ein Minimum an Nachtflugtraining benötigen.

Wie schon zuvor finden die Nachtflüge jeweils am Montagabend statt (am Dienstagabend, sofern am Montag nicht geflogen werden kann). Die Sicherstellung der operationellen Bereitschaft ist für alle Piloten vorgesehen. Diese Flüge erlauben zumindest ein Minimum an Nachtflügen (nur 8 Prozent des gesamten Trainings im Vergleich zu den 15 bis 20 Prozent im internationalen Standard).

Mit der Ausweitung des Zeitfensters für den Luftpolizeidienst bis 22 Uhr wird für die LP24-Besatzungen ein zusätzlicher Bedarf an operationeller Bereitschaft im Rahmen der Nachtflüge gedeckt. Aus diesem Grund können die zwei für den LP24 abgestellten Piloten ausnahmsweise am Mittwochabend (ausser im Sommer) fliegen, um die operationelle Bereitschaft bis spätestens um 22 Uhr sicherzustellen.