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Jahresrapport der Mechanisierten Brigade 11: Mit realistischen Übungen zur Sicherheit der Bevölkerung beitragen

An seinem ersten Jahresrapport als Kommandant der Mechanisierten Brigade 11 in Chur würdigte Brigadier Benedikt Roos die 2018 erbrachten Leistungen und formulierte seine Erwartungen für das neue Jahr. Als Gastreferenten traten die Bündner Standespräsidentin Tina Gartmann-Albin und der Kommandant des Heeres, Divisionär René Wellinger, auf.

11.01.2019 | Internetof Mech Br 11

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In seinem Rückblick auf das Dienstjahr 2018 ging Brigadier Benedikt Roos kurz auf jedes einzelne Bataillon ein. Er zeigte sich zufrieden mit den gezeigten Leistungen: "Die Lernkurve zeigt bei allen Truppenkörpern steil nach oben", sagte Roos.

Die Ausbildung orientiere sich auch 2019 an möglichen Einsätzen, insbesondere im überbauten Gebiet. Die Darstellung der Gegenseite müsse dabei realistischen, modernen Bedrohungsszenarien entsprechen. In Volltruppenübungen werde uns die Bevölkerung zudem hautnah spüren. "Wir werden unsere Verteidigungskompetenz weiter stärken und diese nach innen und aussen kommunizieren, um Vertrauen zu schaffen", so Roos. Ein besonderer Fokus liege 2019 auf Entschlussfassungsübungen für die Chefs, auf der Einsatzlogistik, auf den Verbindungen und der Nachrichtenbeschaffung sowie auf der Kadergewinnung.

Milizsystem als Ausdruck einer Willensnation

Tina Gartmann-Albin, Standespräsidentin des Kantons Graubünden, bedankte sich in ihrer Grussbotschaft bei den anwesenden Armeeangehörigen für ihren Einsatz zugunsten des Landes und der Bevölkerung. Als Präsidentin des Grossen Rates selber eine Milizpolitikerin unterstrich Gartmann-Albin einige Vorteile des Milizprinzips für die Armee. Neben dem zivilen Nutzen der militärischen Aus- und Weiterbildung sowie den Beitrag an die Persönlichkeitsbildung bringe das Milizsystem junge Menschen aus allen Landesteilen, Kulturen, Sprachen und Bevölkerungsschichten zusammen. "Es bringt die Willensnation Schweiz zum Ausdruck und muss erhalten und gestärkt werden – in der Armee und in der Politik", so Gartmann-Albin.

"Der Kanton Graubünden ist wegen seiner Geografie besonders eng mit der Armee verbunden", erklärte Gartmann-Albin. Naturereignisse wie der Bergsturz in Bondo im Sommer 2017 oder Waldbrände im Misox und Puschlav Ende 2016 könnten dank der guten Zusammenarbeit zwischen kantonalen Einsatzkräften und der Armee mit ihren schweren Mitteln und Manpower bewältigt werden. Aber auch Veranstaltungen wie das WEF in Davos, Skiweltmeisterschaften, -Weltcuprennen oder den Langlaufmarathon in St. Moritz könnten ohne Unterstützung der Armee nicht stattfinden.