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Schweizer Armee

Berufsmilitärpilot

Bild Berufsmilitärpilot

Vielseitig und interessant: Die Zusammenarbeit mit Menschen und moderne Technologie sind prägend bei Berufen in der Schweizer Armee. Zum Beispiel als Berufsmilitärpilot.

Die Berufsmilitärpiloten der Luftwaffe werden auf Kampfflugzeugen, Helikoptern oder Transportflugzeugen im Dienste unseres Landes eingesetzt. Dank ihrer speziellen und professionellen Ausbildung können sie während ihrer beruflichen Laufbahn wechselnde Aufgaben und Funktionen an unterschiedlichen Standorten, teilweise auch im Ausland, wahrnehmen.

 

Einsatzspektrum

Als Jetpilot stellen Berufsmilitärpiloten die Wahrung der Lufthoheit unseres Landes sicher. Sie trainieren den Luftkampf im In- und Ausland mit modernsten Mitteln bei Tag und bei Nacht. Zu Ihrem Arbeitsumfeld gehört ein modernes Glascockpit mit verschiedenen Computern, Headup Display, Bordradar und Datalink. Diese müssen unter anspruchsvollen Bedingungen effizient bedient und ausgewertet werden können.

Als Helikopterpilot stellen Berufsmilitärpiloten den Lufttransport zugunsten der Armee sicher. Bei jeder Witterung führen sie Truppen- und VIP-Transporte nach internationalen Standards durch. Dabei wird als Team im modernsten Glascockpit des Cougars gearbeitet. Eine zentrale Rolle spielen auch subsidiäre Einsätze und die Existenzsicherung – zum Beispiel bei Katastrophen, bei der Waldbrandbekämpfung, im Such- und Rettungsdienst, bei allgemeinen Hilfeleistungen oder bei humanitären Einsätzen im In- und Ausland.

Ausbildung

Die Ausbildung zum Berufsmilitärpiloten erfolgt an der Militärpilotenschule der Luftwaffe und dauert rund 5 Jahre. Der erste Teil der Ausbildung findet an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur statt. Dort wird der Studiengang „Bachelor in Science of Aviation“ absolviert. Dieses Fachhochschulstudium beinhaltet die praktische Ausbildung zum Linienpiloten und endet mit dem Erwerb der Berufspilotenlizenz. Nach dieser mehr als drei Jahre dauernden Ausbildung beginnt die eigentliche militärische Flugausbildung. Bis zu diesem Zeitpunkt ist auch klar, wer die Ausbildung als Jet- oder Helikopterpilot absolvieren wird.

Lehrgangstyp

Anstellungsvoraussetzungen

Als Berufsmilitärpiloten können ab Beginn der Grundausbildung Personen angestellt werden, welche die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

- Praktischer Dienst als Leutnant der Schweizer Armee bestanden
- Abgeschlossene Matura oder Berufsmatura vor Beginn der militärischen Ausbildung
- Kenntnisse einer zweiten Landessprache und gute Englischkenntnisse
- Fliegerische Abklärung mit Empfehlung „Militärpilot“ erfüllt (SPHAIR)
- Bestandene körperliche, geistige und charakterliche Berufseignungsabklärung durch
  das Fliegerärztliche Institut (FAI)
- Bestandene fliegerische Eignungsabklärung der Pilotenschule der Luftwaffe
- Sehr gute Qualifikationen aus den bisherigen Militärdienstleistungen
- Einwandfreier Leumund (keine Einträge im Straf- und im Betreibungsregister)
- Körpergrösse 160cm – 195cm
- Gute körperliche Fitness
- Sehschärfe unkorrigiert mindestens je 0.5, korrigierbar auf 1.5 (je 1.0)
- Anstellung bei der Pilotenschule der Luftwaffe vor dem 26. Geburtstag

Eignungsabklärungen

Die erste Eignungsabklärung ist SPHAIR. Diese fliegerische Abklärung erfolgt optimalerweise im Alter zwischen 17 und 18 Jahren.

Anlässlich der Rekrutierung/Aushebung muss das Interesse an einer Militärpilotenlaufbahn kommuniziert werden. Der Kandidat muss das Anforderungsprofil zum Berufsmilitärpiloten erfüllen und eine Kaderempfehlung erhalten.

Zwischen der Rekrutierung/Aushebung und dem Beginn der Rekrutenschule findet eine Berufseignungsabklärung statt Diese gliedert sich in drei Teile. Am Fliegerärztlichen Institut (FAI) in Dübendorf finden eine eintägige medizinisch-psychologische und eine zweitägige flugpsychologische Eignungsabklärung statt. Schliesslich findet eine vier- bis fünftägige simulatorgestützte Abklärung in Locarno statt.

Die militärische Grundausbildung zum Leutnant findet vorzugsweise bei den Flieger- bzw. bei den Fliegerabwehrtruppen statt. Während dieser Zeit werden die Kandidaten durch das Kommando Piloten Schule und das Fliegerärztliche Institut begleitet. Jenen Offizieren, welche über eine gymnasiale Matur verfügen, wird die Zugführerausbildung für das später beginnende Studium an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) als Praktikum angerechnet.

Die Fliegerische Abklärung ist die letzte Hürde vor dem Beginn des Bachelorstudienganges. Die Kandidaten werden für sechs Wochen als Zeitmilitär angestellt und haben nach einer intensiven Ausbildungszeit eine Reihe von Prüfungsflügen zu absolvieren. Die erfolgreichen Kandidaten werden als Berufsmilitärpilotenanwärter für die Ausbildung angestellt.

Die Grafik zeigt die verschiedenen Stufen der Eignungsabklärungen von Berufsmilitärpiloten (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen der Berufsmilitärpiloten unterscheiden sich zum Teil wesentlich von denjenigen der zivilen Bundesangestellten. Die wichtigsten Rahmen- und Arbeitsbedingungen finden Sie hier tabellarisch zusammengestellt und mit dem entsprechenden Gesetztestext verlinkt.

Rechtliche Grundlagen

Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze

Einsatz und Laufbahn

Die ausgebildeten Berufsmilitärpiloten werden aufgrund verschiedener Kriterien wie z.B Sprache, Wohnort, Bedürfnis seitens Luftwaffe etc. einem Kommando zugeteilt. Es gibt keine normierte Standardlaufbahn. Faktoren wie Bedarf, Eignung und Neigung stehen im Vordergrund. Zu Beginn leisten die Berufsmilitärpiloten in einer Staffel Dienst. Danach sind abhängig vom Bedarf, von den freien Funktionen sowie von Eignung und Neigung verschiedene Szenarien denkbar:

- Staffelkommandant
- Geschwaderkommandant
- Stabsfunktionen

 

Für Fragen zu dieser Seite: Leiter Werbung Militärisches Personal
Zuletzt aktualisiert am: 26.01.2012
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