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Schweizer Armee

Factsheet Militärbeobachter

Ein Schweizer Militärbeobachter im Gespräch mit lokalen Frauen.

SWISSINT Stans
e-mail: info.swisspso@vtg.admin.ch

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1. Seit 1990 beteiligen sich Offiziere der Schweizer Armee als unbewaffnete Militärbeobachter an friedenserhaltenden Operationen der UNO Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.. Zurzeit stehen 18 Schweizer Offiziere im Rang von mindestens einem Hauptmann als Militärbeobachter im Einsatz, davon 10 im Nahen Osten (UNTSO Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.), 3 in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.), 1 in Burundi (BNUB Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.), 3 in der Republik Südsudan (UNMISS Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.) und 1 in Syrien (UNSMIS = UN Supervision Mission in Syria).

2. Die UNO-Militärbeobachter – im Volksmund heissen sie Blaumützen - treten in kleinen Truppen auf und sind unbewaffnet. Es handelt sich ausnahmslos um speziell ausgebildete Offiziere in Uniform des jeweiligen Entsenderstaates. Sie handeln als „Augen und Ohren“ des UNO-Sicherheitsrates in New York. Für jeden Einsatz wird der Auftrag genau festgelegt. Ihre Aufgabe umfasst hauptsächlich Überwachung eines Waffenstillstandes, Implementierung von Friedensabkommen, Vermittlung zwischen den involvierten Parteien und Verhinderung von gefährlichen Ausweitungen von Konflikten.

3. Wegen ihrer Unparteilichkeit geniessen die UNO-Militärbeobachter höhere Glaubwürdigkeit als nationale Organe oder internationale Medien. Die Schweizer werden in allen Missionen vor allem wegen ihrer Zuverlässigkeit, ihrer Belastbarkeit, ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit und ihres diplomatischen Geschicks geschätzt und von den verschiedenen Parteien anerkannt.

4. 1988 erhielten die Friedenstruppen der UNO den Friedensnobelpreis. Im selben Jahr beschloss der Bundesrat, die Schweizer Beteiligung an friedenserhaltenden Operationen auszubauen. Vorher hatte die Schweiz lediglich einzelne UNO-Missionen finanziell unterstützt. Am 22. Februar 1989 entschied der Bundesrat, Militärbeobachter für friedenserhaltende Einsätze bereitzustellen.

5. Der Bericht 90 über die Sicherheitspolitik der Schweiz Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet. bezeichnete die Entsendung von Personal für friedenserhaltende Operationen als wichtigen Beitrag zu einer aktiven Friedensförderung. Er hob hervor, solche Engagements dienten nicht nur der betroffenen Bevölkerung, sondern mittelfristig dank international stabileren Verhältnissen auch der Sicherheit der Schweiz. Angesichts der veränderten internationalen Lage geht der neue Sicherheitspolitische Bericht 2000 Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.noch einen Schritt weiter. Er macht die friedenserhaltenden Operationen zu einem Schwerpunkt der neuen Strategie „Sicherheit durch Kooperation“.

 

Für Fragen zu dieser Seite: Kompetenzzentrum SWISSINT
Zuletzt aktualisiert am: 08.05.2012
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