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Schweizer Armee

GST S - Korpsgeistanlass 2011

24.02.2011

Aktiver in die Kadergewinnung einbringen
Korpsgeistanlass 2011 der Generalstabsoffiziere

Die Generalstabsschule (GST S) lud am 24. Februar zum Korpsgeistanlass 2011. In Kriens trafen sich 220 aktive und ehemalige Generalstabsoffiziere, Höhere Stabsoffiziere sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft. Sie konnten Einblick nehmen in den laufenden Generalstabslehrgang II mit 35 Teilnehmern kurz vor deren Promotion.

Der Kommandant der Generalstabsschule wies in seiner Begrüssung darauf hin, dass der Korpsgeistanlass einer seit acht Jahren gelungenen Kooperation mit der Gesellschaft der Generalstabsoffiziere (GGstOf) entspringt. Er nahm auch die Gelegenheit wahr, kurz auf das Jahr 2010 zurück zu blicken.

Multiplikatoren und Promotoren
Der Chef der Armee nahm in seiner Ansprache den Bezug auf die Empfehlungen einer besonderen Arbeitsgruppe der GGstOf: Der Kadernachwuchs steht mit der Glaubwürdigkeit der Armee als letzte Garantin für die Sicherheit und damit für die Prosperität unseres Landes in einer direkten Beziehung. Diese Glaubwürdigkeit sei aber gefährdet: Es mache weitherum Mühe, die Bedrohung vorurteilsfrei wahrzunehmen bzw. mit den Risiken entsprechend umzugehen – und mit dem Sicherheitsverbund Schweiz Ernst zu machen. Die Kader seien in der inhaltlichen Auseinandersetzung um den Armeebericht und seine entstehenden Detailkonzepte Multiplikatoren für die Anliegen einer glaubwürdigen Armee. Den Generalstabsoffizieren bzw. Truppenkommandanten legte der Armeechef nahe, sich aktiver in die Kadergewinnung einzubringen.

Amerikas sicherheitspolitische Optionen
Das Schlussreferat hielt Prof. Dr. Kurt R. Spillmann unter dem Titel: «Von Bush zu Obama – und dann?» Die Reflexion führte zurück bis zur Epoche der Gründung der Neuengland-Staaten im 17. Jhdt. Lange Zeit gingen die USA auf sicherheitspolitische Distanz, mussten im Ersten Weltkrieg zu einer globalen Kooperation übergehen und strebten seit Ronald Reagan eine globale Dominanz an. Insbesondere in Bushs «Krieg gegen das Böse» bzw. gegen den Terrorismus musste man in der Folge feststellen, dass die USA die Lasten einer von ihnen getragenen Weltordnung nicht mehr tragen bzw. finanzieren können. Präsident Obamas «Change» entspringt also nicht nur einem ermutigenden Aufruf an die Amerikaner, sondern auch einem Paradigmenwechsel im Umgang mit den schier unbewältigbaren Herausforderungen wie Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, drei Kriege, Klimawandel usw. Und das angesichts neuer globaler Trends wie Multipolarität, Verschiebung der Reichtumsgüter gegen Osten usw. «Give me the wisdom to do what is right and just» (auf Obamas Zettel beim Besuch der Klagemauer in Jerusalem).


 

Für Fragen zu dieser Seite: Höhere Kaderausbildung der Armee (HKA)
Zuletzt aktualisiert am: 10.03.2011
Verbandsabzeichen Höhere Kaderausbildung der Armee
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