ZS - ECHO aus dem SLG I-2, Modul 1
18.06.2010
Motto
« Chi si ferma, manca il futuro! » Der Kdt des SLG gab die Richtung vor: vorwärts, vorwärts – ja nicht stehenbleiben, sonst lernt man nichts. Deshalb hiess es von Beginn weg: « Fuoco libe-ro! »
Exercice « WIGGER »
L’exercice débute le mardi 08.06.2010, pour se terminer le vendredi 11.06.2010.
Le but de « WIGGER » exerce les participants au processus de planification de l’action dans le cadre d’un engagement de défense. Plus précisément, il s’agit d’une mise en situation du bataillon d’infanterie 10, joué par les participants, face à une poussée adverse dans le secteur du Wiggertal.
Tout d’abord, l’articulation du futur état-major, puis la distribution des différents domaines de base sont définis par le chef de classe. Une fois la situation établie, il faut l’analyser et définir les missions de chaque cellule et très rapidement établir des délais, afin d’être prêt en temps voulu pour le rapport d’orientation. Lors de cette phase, qui dure environ 3 heures, diverses analyses doivent être produites et soumises à l’appréciation du commandant de bataillon. Ces analyses serviront pour le prochain rapport, à savoir les possibilités adverses les plus dangereuses. Au terme de ce dernier, l’état-major développe des variantes relatives à nos propres moyens. Une fois les variantes établies, dont la meilleure est retenue par le commandant de bataillon, prend place le rapport de décision. Cette phase est importante dans le sens où elle permet au commandant de prendre une décision de base, sur recommandation de la cellule S3.
Après une reconnaissance dans le terrain, l’état-major prend conscience des servitudes que la simple lecture de carte ne permettait pas d’évaluer et, dès lors, peut modifier son dispositif afin d’exploiter au mieux les possibilités naturelles du terrain. Cette étape ne doit pas être sous-estimée !
De retour du terrain, les diverses cellules élaborent leurs concepts (rens, san, comm, log, NBC, trm) ; le commandant les valide. Les ordres d’engagement peuvent ensuite être rédigés. L’exercice se termine par le rapport de donnée d’ordres, présenté à l’échelon des cdt cp pour la bonne exécution de leurs missions.
Les enseignements que tirent les participants du groupe 1 suite à l’exercice «WIGGER » sont les suivants :
- le processus de planification de l’action doit être entraîné régulièrement pour gagner en efficacité,
- bien suivi, il entraîne une accélération du processus décisionnel,
- c’est un produit à haute valeur ajouté, transposable dans de nombreux domaines,
- il améliore la compréhension globale d’un travail d’état-major,
- pour être efficace, il faut faire attention à rester réaliste.
« Übung AQUA » – wie es wirklich war!
Hochwasser! Die Zentralschweiz steht unter Wasser, der Stab des Pz Gren Bat 29 hat vom Führungsstab den Auftrag zur Unterstützung der zivilen Kräfte erhalten – innert weniger Stunden müssen 150 Mann aus einer Übung gelöst und aus dem Linthtal in den Rm Sarnen verschoben werden. Eine interessante Stabsübung entstand, die gute Lösungen unter Zeitdruck erforderte. Am Abend erklärte der damalige Kdt des Pz Gren Bat wie es wirklich war und welche Entschlüsse er zusammen mit seinem Stab gefasst hatte.
Die Kernbotschaft im Zentrum – MIKA
Mit den Übungen « AQUA » und « CRISTALLO » begann das Medientraining durch das Kommando Management-, Informations- und Kommunikationsausbildung der Armee, MIKA. Im Fokus stand die Medienschulung für ein TV-Interview, wobei insbesondere den Vorberei-tungsgesprächen und dem Plazieren der Kernbotschaft Beachtung geschenkt wurde.
Mehrheitlich beantworteten die Teilnehmer die irreführenden Fragen mit Bravur und liessen sich nicht aufs Glatteis führen. Im militärischen Rahmen werden allerdings die wenigsten Teilnehmer jemals in den Genuss eines echten TV-Interviews kommen. Trotzdem war diese Schulung eine gern gesehene Abwechslung, welche aber auch zu angeheizten Diskussionen führte.
Kurzbericht der Erkundung der « Übung CRISTALLO »
Die Teilnehmer simulierten während der Übung einen Geb Inf Bat Stab, welcher sich mit dem Auftrag konfrontiert sah, die Achse A2 von Erstfeld bis nach Biasca zu schützen. In Folge verschiedenster politischer und wirtschaftlicher Krisen hatte sich die allgemeine Lage in Europa sehr stark verändert, wovon auch die Schweiz betroffen war. So entstanden diverse Interessengruppen, welche ihre Einflüsse u. a. mittels eines breiten Spektrums der Gewalt-anwendung geltend machen wollten. Auf den ersten Blick schien der Auftrag ziemlich ein-leuchtend zu klingen. Jedoch wurde uns die Komplexität der Aufgabe sehr rasch vor Augen geführt.
Gemäss des eingeübten und nun in Fleisch und Blut übergegangenen Führungsprozesses, wurde zuerst eine Beurteilung der Lage resp. Auftragsanalyse vorgenommen – hierbei gilt es Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Anschliessend wurden in den einzelnen Führungsgrundgebieten die geforderten Konzepte, welche den Kdt in seiner Entschlussfassung unterstützen sollen, erarbeitet.
Sämtliche erarbeiteten Grundlagen und die daraus abgeleiteten, vorbehaltenen Entschlüsse wurden anschliessend im Gelände beurteilt.
Während der Erkundung wurde die Wichtigkeit des geschichtsträchtigen Gotthards als Hauptverkehrsträger zwischen Nord- und Südeuropa immer wieder deutlich hervorgehoben. So wurde den Teilnehmern u. a. auf äusserst eindrückliche Art und Weise und unter vollstem Einsatz des Klassenlehrers, die taktische Wichtigkeit der Gotthardportale aufgezeigt.
Einmal mehr, wurde den angehenden Stabsmitarbeitern im Gelände rasch klar, dass reine Kartenentscheide nicht möglich sind. So mussten während der Erkundung die bereits hart erarbeiteten Aufträge und Absichten fortlaufend den Gegebenheiten angepasst werden. Die gesammelten Erkenntnisse flossen zuletzt in die einzelnen Fachdienstkonzepte und schlussendlich in die Befehlsgebung ein. Sämtliche Teilnehmer erkannten, dass die Stabs-mitarbeit äusserst interessant, interdisziplinär und abwechslungsreich ist. Jedoch auch un-gemein zeit- und arbeitsintensiv – so what…
Übung « CRISTALLO » - Per Aspera ad Astra
Wenn die Übungen « Wigger » und « AQUA » und das Training MIKA die Pflicht waren, dann begann mit der Übung « CRISTALLO » die Kür. Interessante Dilemmas, eingeschobene Entschlussfassungen und widrige Witterungs- und Zeitumstände forderten die Stäbe zu immer neuen Höchstleistungen heraus. Pirouetten und Doppelaxel wechselten sich mit Schnelllauf auf die Zielgerade ab. Nicht immer gelang die elegante Landung, manchmal schossen wir haarscharf an der Bande vorbei. Aber stets blieb das gegnerische Tor im Auge und der Jubel war gross, wenn wir die Chance verwerteten. Mitten in der grössten Anstren-gung kam auch die Kameradschaft nicht zu kurz und so starteten wir gestärkt zum Endspurt und zur Konzeptpräsentation.
Abschluss
Mit einem patentierten Stausandwich von Adjutant Z'Rotz (angefertigt gemäss einem seiner zahlreichen Credos: viel Fleisch, wenig Brot) wurden wir aus dem Lehrgang entlassen – voll-bepackt mit einem Rucksack, der alles Nötige für einen erfolgreichen Stabsmitarbeiter beinhaltet!
Von: Oblt Simon Betschart, Maxime Fontaine, Lars Füllemann, Stephan Schlunegger und Mathias Werfeli
Zuletzt aktualisiert am: 06.07.2010


