Wie die Studie „Sicherheit 2009“ zeigt, erfreut sich die Armee in der Schweiz einer hohen Akzeptanz: 75% der Befragten, und damit signifikant mehr als im Vorjahr, halten die Armee für notwendig. Zum ersten Mal seit Messbeginn meint auch eine relative Mehrheit (45%), dass für die Verteidigung gerade genug ausgegeben wird und nicht zu viel. Das Vertrauen in die Armee ist innert Jahresfrist allerdings stärker gesunken als dies bei anderen Institutionen, wie z.B. die Polizei oder die Parteien, der Fall war. Bezüglich der Rekrutierungsform besteht in der Bevölkerung keine einheitliche Meinung: 52% der SchweizerInnen sprechen sich für eine Milizarmee aus, 42% ziehen eine Berufsarmee der Milizarmee vor.
Dieses Jahr wurde erstmals nach den Gründen, die für oder gegen die Armee sprechen, gefragt. ArmeebefürworterInnen sehen die Notwendigkeit in der Generierung von Sicherheit im Innern und gegen aussen, wobei die Befragten in erster Linie spontan an die Katastrophenhilfe, Assistenzeinsätze sowie an die Landesverteidigung denken. GegnerInnen begründen ihre Haltung primär mit nicht wahrgenommener oder geringer militärischer Bedrohung bei gleichzeitiger Dringlichkeit anderer, gesellschaftlicher Probleme. Zudem hegen Befragte, welche die Armee nicht für notwendig halten, Zweifel an der Schlagkraft der Armee.
Die hohe Akzeptanz der Armee zeigt sich ferner in der Beurteilung der Effektivität: Ausrüstung, Ausbildung, Einsatzbereitschaft und Führung werden mehrheitlich als gut wahrgenommen, die Motivation der Soldaten allerdings eher als ungenügend. Beinahe jede Zweite bzw. jeder Zweite bezeichnet das Militär als «notwendiges Übel». Die gesellschaftliche Bedeutung des Militärs ist aber nicht zu unterschätzen: Vier von zehn SchweizerInnen weisen der Armee eine zentrale Rolle zu, und 77% meinen, sie sei in der Bevölkerung akzeptiert.
Interessenten weiterer und detaillierter Resultate können die Studie online hier
abrufen oder dies beziehen bei: ETH Zürich
Forschungsstelle für Sicherheitspolitik
ETH-Zentrum / SEI
CH-8092 Zürich
Tel.: ++41 (0) 44 632 40 25
Fax: ++41 (0) 44 632 19 41
E-Mail: postmaster@sipo.gess.ethz.ch
Adresse für Rückfragen:
Tibor Szvircsev Tresch, tibor.szvircsev@vtg.admin.ch, 044 739 82 32
Silvia Würmli, silvia.wuermli@vtg.admin.ch, 044 739 82 72

