Kdo Lehrgänge
Das Kdo Lehrgänge ist verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Generalstabslehrgänge (GLG I - V) sowie des Stabslehrganges II (SLG II). Zu den weiteren Aufgaben zählt die Durchführung der "Erweiterten Militärischen Eignungsprüfung" (EMEP).
Der Kommandant der Generalstabsschule ist als Lehrgangskommandant zuständig für die Durchführung der Generalstabslehrgänge. Sein Stellvertreter ist Lehrgangskommandant im Stabslehrgang II.
Auswahl der Generalstabsoffiziere
Generalstabsoffiziere bilden die Elite unserer Armee. Ihr hohes Ansehen wird gerechtfertigt durch höchste Anforderungen an Leistungsfähigkeit und soldatischer Haltung.
Sie sind zuverlässige, genaue und überdurchschnittlich belastbare Problemlöser, analytisch und kritisch denkende Generalisten mit umfassenden militärischen Kenntnissen und dem notwendigen Verständnis für grössere Zusammenhänge.
Die Auswahl für die Generalstabsausbildung sowie die Grundausbildung bis zur Promotion unterliegt einer strikten Selektion. Diese gliedert sich wie folgt:
- Bestehen von drei Fortbildungsdiensten der Truppe (FDT) als Einheitskommandant mit der
Benotung sehr gut im letzten FDT; - Bestehen einer Inspektion durch den Kommandanten des Grossen Verbandes mit
entsprechendem Vorschlag für die Generalstabsausbildung; - Bestehen des Führungslehrgangs II mit der minimalen Benotung gut;
- Bestehen der Psychologischen Eignungsprüfung (PEP) am Fliegerärztlichen Institut;
- Bestehen der erweiterten militärischen Eignungsprüfung (EMEP) für angehende
Generalstabsoffiziere; - Vorschlag zur Einberufung in den Generalstabslehrgang I (GLG I) durch den Chef der Armee;
- Bestehen der Generalstabslehrgänge I und II mit der minimalen Benotung genügend.
Grundausbildung der Generalstabsoffiziere
Im Zentrum der Grundausbildung steht das Handwerk des Generalstabsoffiziers. Die Generalstabslehrgänge I–III befähigen den Generalstabsoffizier im Stab eines Grossen Verbandes, fundierte Entscheidgrundlagen zu Handen des Kommandanten zu erarbeiten und seine Entscheide in Konzepte und Befehle umzusetzen. Für die Grundausbildung gelten die folgenden didaktisch/methodischen Grundsätze:
- Intensiver Arbeitsrhythmus (70 – 80 Wochenstunden);
- Unterricht in Kleingruppen von fünf bis maximal sieben Teilnehmern;
- Praxisnahe Ausbildungsgestaltung;
- Bearbeitung von Fallstudien in Einzelarbeit; (Team- und Gruppenarbeit im GLG III);
- Beurteilung aller Teilnehmerarbeiten und Verarbeitung im Lehrgespräch.
Weiterausbildung der Generalstabsoffiziere
Im Zentrum der Weiterausbildung steht Führungs- und Stabstechnik. Die Weiterausbildung dient der Vorbereitung der Generalstabsoffiziere auf ihre zukünftigen Führungsfunktionen im Stab Grosser Verband, im GLG IV zum Unterstabschef (USC), im GLG V zum Stabschef oder Kommandant Stellvertreter (SC oder Kdt Stv).
Einsatz der Generalstabsoffiziere
In der Regel bleibt der Generalstabsoffizier nach der Promotion bis zur Entlassung aus der Wehrpflicht im Stab eines Grossen Verbandes eingeteilt. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass er, nach Bestehen des GLG III, für einige Jahre das Kommando eines Truppenkörpers übernimmt. Diese alternierende Verwendung ist als Ideallösung zu betrachten, wird doch dadurch das Verständnis für die Belange der Truppe wach gehalten und vermieden, dass der Generalstabsoffizier die «Bodenhaftung» verliert.
