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Schweizer Armee

Häufig gestellte Fragen

1. Was verdient ein Durchdiener?
  • Der Sold beträgt: Fr. 4.--/pro Tag für einen Rekruten, Fr. 5.-- für einen Soldaten, Fr. 6.-- für einen Gefreiten, Fr. 6.50 für einen Obergefreiten, Fr. 7.-- für einen Korporal, Fr. 8.-- für einen Wachtmeister, Fr. 8.50 für einen Oberwachtmeister, Fr. 9.-- für einen Feldweibel, Fr. 9.50 für einen Fourier oder Hauptfeldweibel, Fr. 12.-- für einen Leutnant und Fr. 13.-- für einen Oberleutnant.
  • In allen Militärdiensten, die für das Erreichen eines höheren Grades verlangt und nicht als Wiederholungskurse angerechnet werden, wird zudem an Angehörige der Armee bis und mit dem Grad eines Oberleutnants eine Soldzulage ausgerichtet. Deren Höhe ist vom Grad und dem Ausbildungsdienst abhängig.
  • Die Erwerbsausfallentschädigung (EO) beträgt mindestens Fr. 62.--; Angehörige der Armee erhalten nähere Auskunft bei der EO-Kasse, bei der sie versichert sind.


2. Ist ein Durchdiener gegen die missbräuchliche Kündigung seines bestehenden Arbeitsverhältnisses geschützt?
Ja; der Arbeitgeber kann das Arbeitsverhältnis während der Zeit, in der der Arbeitnehmer seinen Militärdienst leistet, nicht kündigen. Dasselbe gilt für die Zeit von 4 Wochen vor und nach dem Dienst, sofern der Dienst länger als 11 Tage dauert. (Art. 336 c, Abs. 1, Bst. a des Obligationenrechts OR). Eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist missbräuchlich, wenn sie ausgesprochen wird, weil die andere Partei den schweizerischen obligatorischen Militärdienst leistet.


3. Muss der Arbeitgeber dem Durchdiener weiterhin seinen Lohn zahlen?
Ja, gemäss der Regelung im Arbeitsvertrag, mindestens aber nach den Bestimmungen des Obligationenrechts (siehe Art. 324 a OR).


4. Kann ein Durchdiener alle militärischen Grade erreichen?
Im Durchdiener-Modell selbst können folgende Grade erreicht werden: Soldat, Gefreiter, Obergefreiter, Korporal, Wachtmeister, Oberwachtmeister, Feldweibel, Fourier, Hauptfeldweibel, Leutnant, Oberleutnant. Nach der Dienstleistung als Durchdiener kann ein Angehöriger der Armee im WK-Modell die weiteren Grade erreichen.


5. Können Frauen Durchdiener werden?
Ja, zu denselben Bedingungen wie die Männer.


6. Kann ein Angehöriger der Armee, der als Durchdiener eingesetzt wird, den Dienst als Durchdiener auf eigenen Wunsch unterbrechen?
Nein, grundsätzlich nicht. Nur wenn ein Durchdiener einen Vorschlag zur Weiterausbildung erhält und diese nicht als Durchdiener an einem Stück absolvieren kann oder in begründeten Ausnahmefällen kann eine Unterbrechung bewilligt werden. Die verbleibenden Diensttage werden im WK-Modell geleistet.

7. Hat man während dem Dienst als Durchdiener Anspruch auf Urlaub?
Durchdiener haben einen Anspruch auf die Gewährung von gleich viel Freizeit wie die Angehörigen der Armee im WK-Modell als Urlaub erhalten. Die Kommandanten können für diese Zeit besondere Auflagen anordnen (insbesondere Pikettstellung).


8. Kann ein Durchdiener im Ausland eingesetzt werden?
Auslandseinsätze sind nur mit Einverständnis der Armeeangehörigen möglich; ausgenommen sind Einsätze von kurzer Dauer im Katastrophenfall in Regionen, die an die Schweiz angrenzen.


9. Kann man sich noch während der Rekrutenschule entscheiden, seinen Militärdienst als Durchdiener zu leisten?
Ja, solange die bisherige Ausbildung ununterbrochen erfolgte und die restlichen Diensttage unmittelbar darauf ohne Unterbrechung geleistet werden können. Entscheidend für die Zulassung ist zudem der Bedarf der Armee.


10. Wie ist ein Durchdiener bei Krankheit oder Unfall während des Militärdienstes versichert?
Die Militärversicherung deckt alle Krankheits-und Unfallrisiken, die während dem Dienst oder in der Freizeit auftreten. Dies gilt jedoch nicht, wenn der Armeeangehörige während seiner Freizeit einer Erwerbstätigkeit nachgeht.


11. Muss ein Durchdiener seine Krankenversicherung während der Dauer seines Militärdienstes weiter bezahlen?
Nein, die Prämien können, mit Ausnahme der Zusatzversicherung, für die Dauer des Dienstes sistiert werden. Durchdiener sind ab Beginn ihres Militärdienstes von der Prämienzahlung befreit, wenn sie diesen mit einer Kopie des Marschbefehls mindestens acht Wochen vor Beginn ihrem Versicherer melden. Halten sie diese Frist nicht ein, so erhebt der Versicherer ab dem nächsten ihm möglichen Termin, spätestens aber acht Wochen nach der Meldung keine Prämie mehr.


12. Muss ein Durchdiener nach Beendigung des Dienstes weitere Militärdienste leisten?
Durchdiener werden nach Beendigung ihres Dienstes in die Reserve eingeteilt. Offiziere der Reserve können zu maximal fünf Tagen Ausbildungsdienst im Jahr aufgeboten werden. Ansonsten wird die Reserve nur im Ernstfall aufgeboten.


13. Ist ein Durchdiener auch nach seinem Militärdienst zu den obligatorischen Schiessübungen verpflichtet?
Ja, bis zum Ende des Jahres vor der Entlassung aus der Militärdienstpflicht, längstens jedoch bis zum Ende des Jahres, in dem er das 34. Altersjahr vollendet.


14. Erhalten Durchdiener am Dienstende einen Leistungsausweis?
Ja, nach Anfrage bei ihrem Kommandanten.

 

Für Fragen zu dieser Seite: Personelles der Armee (FGG 1)
Zuletzt aktualisiert am: 13.09.2010
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